Special ADS Angebote für Schüler mit einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung
Die Stellung einer klaren Diagnose bei ADS/ADHS ist nicht einfach und erfordert eine genaue Beobachtung über einen längeren Zeitraum durch ausgebildete Personen. Da dies in der Praxis kaum möglich ist, das betroffene Kind z.B. in seiner direkten Umgebung in verschiedenen Situationen länger zu "sehen", ist man auf Testungen und Befragungen angewiesen. Darüber hinaus fallen "träumende" Kinder weniger auf als die hyperaktiven. Im Vorfeld einer klinischen Diagnostik sollten von Eltern, Schule/Erzieher oder Kindergarten über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr Auffälligkeiten festgestellt worden sein. Darüber hinaus müssen differentialdiagnostisch andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Auf keinen Fall darf unspezifisch Unaufmerksamkeit oder unangepasstes Verhalten des Schülers als ADS/ADHS "tituliert" werden. Aus heutiger Sicht bewegen sich die therapeutischen Ansätze zwischen zwei extremen Polen. Es reicht dabei von der einen Fraktion, die den medikamentösen Ansatz vehement vertritt, bis hin zu der anderen, die ausschließlich durch therapeutische und erziehungsverändernde Maßnahmen etwas erreichen will. Die Erklärungsversuche ziehen sich durch fast alle fachlichen Richtungen der Medizin, der Psychologie und der Pädagogik.
Aus dem Vorhergehenden wird klar, dass es die "einzig richtige" Therapie nicht geben kann. Da in der Störung der Aufmerksamkeit die Problemstellung sehr individuell ist, bedarf es auch einer individuellen Betreuung durch den Hauslehrer, die Schüler, Geschwister, Eltern, Verwandte, Schule, Erzieher und Therapeut und deren jeweiligen Einflüsse gebührend berücksichtigt. Ziel ist: Selbstmanagement und Selbstorganisation im Lernprozeß.
| Unser Angebot fasst folgende Einzelmaßnahmen im Paket zusammen: | Einzelbetreuung zu Hause: | | Die Hauslehrer sind in schülerzentrierter Gesprächsführung geschult; der/die HauslehrerIn ist echter persönlicher Ansprechpartner. Der/die SchülerIn fühlt sich verstanden, lernt über Darstellung seiner/ihrer Situation sich und seine/ihre Situation besser kennen und einschätzen, findet auch eigene, kreative Lösungen. Der Unterricht ist ganz auf die Persönlichkeit des Schülers/der Schülerin abgestimmt. | Zielfindung, Zielplanung, Lernplan: | | Über einen Zielfindungsprozess (in Abständen wiederholt) eröffnet sich eine klare Zukunftsvision und wird im Lernplan, den der Schüler mitgestaltet, praktisch umgesetzt. Ein erhöhtes Maß an Zuwendung und Aufmerksamkeit ist erforderlich und je nach Erscheinungsbild („Träumer“/ „hyperaktiv“) geeignete Maßnahmen (Bewegungsübungen, Anregungen, körperorientierte Entspannungsübungen, Atemübungen u.v.m.) | Ganzheitliche Lerntechniken: | | Lernen in Zusammenhängen, Überblick gewinnen, Hilfe bei Teilleistungsstörungen, kurzfristige Problemlösung durch Tipps, gehirngerecht lernen. | Mit Stresssituationen umgehen, Entspannung: | | Kinesiologische Übungen, Brain-Gym helfen bei feinmotorischen Schwächen, Konzentrationsproblemen, Ängsten, Blocks, Unlust, Aggressionen. Energieübungen, Atmen, Körperhaltung, Wasser trinken etc. stärken Durchhaltevermögen und Selbstbewusstsein. | Positives Selbstbild aufbauen: | | Negative Glaubenssätze werden umgewandelt durch Selbstmotivation (nicht durch oberflächliches positives Denken!). Mit Hilfe von speziellen Tools werden negative Erfahrungen entschärft und positive Einstellungen mental verstärkt. | Mit Lehrern, Mitschülern klarkommen: | | Kommunikative Gesprächsführung, Selbstwahrnehmung verbessern, Rollenspiel, Körpersprache. | Kommunikation mit Eltern und Lehrern: | | Praktische Erziehungsberatung, Sondertermine mit Konrektoren des Instituts, Vorbereitung von Gesprächen mit den Lehrern in der Schule bzw. mit Therapeuten. | Ernährungspädagogik: | | Tipps und Informationen, Fragebogenanalyse. |
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