Angebote für Schüler mit exzessivem Computerspielverhalten (Computerspielsucht)

 


 

Der ganzheitliche Ansatz des Instituts verbindet die Erscheinungsform des „guten alten“ Hauslehrers mit modernsten pädagogischen und psychologischen Erkenntnissen über das Lernen.


Zum gegenwärtigen Zeitpunkt dürfte die Diagnose "Computerspielsucht" oder "exzessives Computerspielverhalten" noch nicht allzu häufig gestellt werden. Das liegt allerdings weniger an der Verbreitung des Phänomens  (Schätzungen gehen von etwa 10% aller Computerspieler aus), sondern mehr an seiner bisherigen Erforschung. Zur Zeit gibt es nur wenig gesicherte Erkenntnisse über Häufigkeit, Ursachen und Wirkungen des Phänomens. Zudem muss das Fehlen einheitlicher Diagnosekriterien konstatiert werden - von einer Anerkennung durch Kostenträger ganz zu schweigen.

Umso wichtiger ist es, Kinder und Jugendliche zu einem vernünftigen, kontrollierten Umgang mit Medien anzuleiten - um so der Verbreitung des Phänomens vorzubeugen. Da das exzessive Computerspielverhalten in der wissenschaftlichen Befassung als Form dysfunktionalen Copings (ausweichendes, ablenkendes Bewältigungshandeln) angesehen wird, muss zudem sichergestellt werden, dass Kinder und Jugendliche alternative, problemorientierte Bewältigungsstrategien erlernen.  Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Heranwachsenden in ihrer unmittelbaren Umgebung Ansprechpartner haben, denen sie bedingungslos vertrauen können, damit sie sich mit individuell übermächtig erscheinenden Problemen nicht auf sich allein gestellt sehen.

Besteht der Verdacht, dass ein Kind oder Jugendlicher bereits einen problematischen Umgang mit Medien entwickelt hat, ist es wichtig, besonnen zu reagieren. Auf keinen Fall sollte der Zugang zu den Medien abrupt unterbrochen werden. Es sollte stattdessen ermittelt werden, welche Funktion der Medienkonsum für den Betroffenen hat. Wichtig ist eine langfristige Strategie, in der alternative, problemorientierte Methoden der Stressbewältigung erlernt und der Medienkonsum schrittweise eingeschränkt werden. Hier ist eine individuelle und gut koordinierte Zusammenarbeit zwischen Hauslehrer, Schüler, Familie, Schule, Erzieher und Therapeut sinnvoll.


Ziel ist: Ein kontrollierter, den Schüler bereichernder Umgang mit den modernen Medien

Unser Angebot fasst folgende Einzelmaßnahmen im Paket zusammen:

Einzelbetreuung zu Hause:

 

Die Hauslehrer sind in schülerzentrierter Gesprächsführung geschult; der/die HauslehrerIn ist echter persönlicher Ansprechpartner. Der/die SchülerIn fühlt sich verstanden, lernt über Darstellung seiner/ihrer Situation sich und seine/ihre Situation besser kennen und einschätzen, findet auch eigene, kreative Lösungen. Der Unterricht ist ganz auf die Persönlichkeit des Schülers/der Schülerin abgestimmt.

Zielfindung, Zielplanung, Lernplan:

 

Über einen Zielfindungsprozess (in Abständen wiederholt) eröffnet sich eine klare Zukunftsvision und wird im Lernplan, den der Schüler mitgestaltet, praktisch umgesetzt.
Dies ist ein wichtiger Baustein im Erlernen funktionalen Copings. Ein übermächtig erscheinendes Problem wird durch kleine, aber lösungsorientierte Teilschritte bewältigt. Durch Zeitmanagement kann der Schüler sich auch einen Überblick über seinen Medienkonsum verschaffen und ihn bewusst und kontrolliert planen (reduzieren).

Ganzheitliche Lerntechniken:

 

Lernen in Zusammenhängen, Überblick gewinnen, Hilfe bei Teilleistungsstörungen, kurzfristige Problemlösung durch Tipps, gehirngerecht lernen.

Mit Stresssituationen umgehen, Entspannung:

 

Bewegungsübungen, Brain-Gym helfen bei feinmotorischen Schwächen, Konzentrationsproblemen, Ängsten, Blocks, Unlust, Aggressionen.
Energieübungen, Atmen, Körperhaltung, Wasser trinken etc. stärken Durchhaltevermögen und Selbstbewusstsein.

Positives Selbstbild aufbauen:

 

Negative Glaubenssätze werden umgewandelt durch Selbstmotivation (nicht durch oberflächliches positives Denken!).
Mit Hilfe von speziellen Tools werden negative Erfahrungen entschärft und positive Einstellungen mental verstärkt.

Mit Lehrern, Mitschülern klarkommen:

 

Kommunikative Gesprächsführung, Selbstwahrnehmung verbessern, Rollenspiel, Körpersprache.

Kommunikation mit Eltern und Lehrern:

 

Praktische Erziehungsberatung, Sondertermine mit Konrektoren des Instituts, Vorbereitung von Gesprächen mit den Lehrern in der Schule bzw. mit Therapeuten.

Ernährungspädagogik:

 

Tipps und Informationen, Fragebogenanalyse.



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