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Schlechte Noten, was tun?

Veröffentlicht am 10.08.2017

Es ist Zeugniszeit.

Einigen Schülern graut es jetzt schon davor, die Zeugnisnoten zu Hause zu präsentieren. Konnten bis jetzt noch Noten aus Klassenarbeiten oder mündliche Leistungsbewertungen verheimlicht oder beschönigt werden, kommt jetzt die Zeugnisnote ins Haus.

Andere hingegen präsentieren ihre Zeugnisse mit Stolz, konnten doch persönliche oder Hoffnungen der Eltern erfüllt werden.

Schlechte Noten können bei Schülern und Schülerinnen Stress und Angstzustände auslösen. Der Erwartungsdruck von Eltern und Schule ist hoch, gilt ein gutes Zeugnis doch immer noch als Bedingung für eine berufliche Karriere.

Die Herausforderung, welcher sich Mütter und Väter immer wieder stellen müssen, ist, richtig und vernünftig auf schlechte Noten zu reagieren.

Die nachfolgenden Tipps sollen Anhaltspunkte bieten, wie Eltern zusammen mit ihren Kindern ein „Zeugnisdilemma“ meistern können.

Die Angst vor einem schlechten Zeugnis nehmen

Damit ein Zeugnis nicht zur Überraschung wird, können ein bis zwei Wochen vor der Zeugnisausgabe mit dem Kind über die anstehenden Noten Gespräche geführt werden. Diese Unterhaltung sollte auch eine Zusicherung der Eltern beinhalten, über die Noten in Ruhe zu sprechen und nicht in einen Vorwurfsmonolog zu verfallen. Kontraproduktiv und schädlich für das Eltern-Kind-Verhältnis ist es in jedem Fall, einen Strafkatalog anzudrohen.

Eltern sollten ihrem Kind zeigen, dass schlechte Noten nicht – und gerade nicht zu Hause – in eine ausweglose Situation führen, in der das Kind nur noch in eine Verteidigungsrolle gedrängt wird.

Eine vernünftige Vorbereitung schlechter Zeugnisnoten schafft eine vertrauensvolle Familienatmosphäre, in der dann nach den Zeugnissen konstruktiv über schulische Verbesserungen gesprochen werden kann.

Das Gespräch mit dem Kind suchen

Bei allen Gesprächen über schlechte Noten gilt: Ärger über schlechte Noten darf nicht das Familienleben dominieren.

Eltern sollten am Tag der Zeugnisausgabe auf ihr Kind zugehen und das neutrale Gespräch suchen. Auch wenn Eltern selbst über die Noten ihres Kindes enttäuscht sind, so sollten sie es sich nicht anmerken lassen. Schlechte Noten bringen bei Schülern und Schülerinnen genug Enttäuschung. Daher ist es gerade am Tag der Zeugnisübergabe wichtig, dem Kind zu zeigen, dass man zu ihm steht.

Vermieden werden sollten Mitleidsbekundungen. Aussagen wie: „Das ist alles doch nicht so schlimm.“ oder „Nimm es dir nicht so zu Herzen.“ kommen bei Kindern oft wie hohle Phrasen an.

Ebenso sollten (pauschale) Vorhaltungen wie: „Das ist die Quittung für deine Faulheit.“ oder „Hättest du mehr gelernt, wären die Noten besser“ gerade am Tag der Zeugnisnoten nicht zu den bevorzugten Gesprächsinhalten gehören.

Gerade am Tag der Zeugnisausgabe ist es wichtig, dem Kind in einer aufgewühlten emotionalen Situation familiären Halt zu bieten.

Kritik muss konstruktiv sein und darf nicht verurteilen

In der Regel bietet selbst ein schlechtes Zeugnis auch gute Noten. Zur Kritik gehört auch, dass man gute Leistungen entsprechend würdig. Eltern sollten daher jede Note einzeln beurteilen.

Dabei darf die Kritik nicht verurteilen. Sie muss sachlich sein und für das Kind auch Auswege für die Zukunft aufzeigen. Allgemeine Vorwürfe oder gar Vorwurfsmonologe verschlechtern die Gesprächsatmosphäre, bringen das Kind in eine Art Abwehr- und Verteidigungsmodus und machen dadurch ein Nachdenken über Lösungsansätze zur Notenverbesserung fast unmöglich.

Wichtig ist es, immer ein konkretes Verhalten (egal ob positiv oder negativ) mit einer konkreten Note in Zusammenhang zu bringen. Der Schwerpunkt sollte nicht auf der Note oder dem Vergangenen liegen, sondern auf einer Verhaltensänderung in der Zukunft.

Meiden sollten Eltern auch den Vergleich ihres Kindes mit sich selbst, Geschwistern, Freunden oder Schulkameraden. Solche Art von Vergleichen vermitteln dem Kind eine Rangordnung, in der es sich geringer geschätzt fühlt als diejenigen, welche aus Sicht seiner Eltern einen höheren Stellenwert zugeordnet bekommen haben.

Gemeinsam Gründe erforschen und gemeinsam neue Ziele stecken

Bei aller berechtigter Kritik, welche Eltern ihren Kindern bei schlechten Noten entgegenbringen, ist es für eine gewünschte Verhaltensänderung wichtig, dass das Kind die Chance erhält, eigene Ursachenforschung zu betreiben und eigene Lösungsvorschläge zu unterbreiten.

Sachliche Argumente des Kindes sollten von den Eltern ernst genommen werden und auch Eingang in den „Plan für bessere Noten“ finden.

Fühlt sich das Kind ernst genommen und fließen Argumente des Kindes in diesen Plan ein, besteht eine weitaus größere Chance, dass das Kind aus eigenem Antrieb eine Veränderung z.B. in der Hausaufgabenzuverlässigkeit oder im Lernverhalten anstrebt.

Wichtig! – Auch wenn gute Noten natürlich erstrebenswert sind, Ziel eines „Plan für bessere Noten“ ist es vorrangig nicht, eine bessere Note zu erhalten. Im Vordergrund muss eine angestrebte Verhaltensänderung stehen, um eine Möglichkeit für das Kind zu eröffnen, bessere Noten zu erhalten. Dieses muss dem Schüler bzw. der Schülerin auch so in aller Deutlichkeit gesagt werden. Im Gegenzug bedeutet dies natürlich, dass zukünftig an der gewünschten Verhaltensänderung und nicht nur an den Noten gemessen wird.

Vermieden werden sollte auch, unrealistische Ziele zu setzen. Wer zum Beispiel schon immer Probleme mit Mathematik hatte, wird durch eine Verhaltungsänderung nicht automatisch zu einem Mathematikgenie. 

Ferien sollten Ferien bleiben

Deutschland hat eine Ferienordnung, die gut und sinnvoll ist. Nach ungefähr je acht Wochen haben Schüler und Schülerinnen ein bis zwei Wochen frei. Auch die sechswöchigen Sommerferien sind lang genug, um Erholung zu finden.

Ferien sind also eine Zeit der Erholung und des Abstandgewinnens vom Schul- und Lernstress. Auf diese Zeit sind Kinder genauso angewiesen wie Erwachsene auf ihren Urlaub.

In einigen Ausnahmefällen kann es jedoch sinnvoll sein, Schule nicht ganz zu vergessen. Gerade für Kinder mit Teilleistungsschwächen, wie Dyskalkulie, Legasthenie oder anderen Lernschwächen kann Lernen im Sinne vom Behalten des Gelernten durch regelmäßige Wiederholungen sinnvoll sein. Aber auch hier gilt zu beachten, dass ein gesundes Maß angelegt wird, um dem Kind Schule und Lernen nicht zu „vermiesen“.

Auch für Schüler und Schülerinnen, welche aufgrund von zum Beispiel Fehlzeiten oder von generellen Verständnisproblemen in einzelnen Themenbereichen einiges aufzuholen haben, ist Lernzeit in den Ferien sinnvoll. Hier sollte sich das Lernen jedoch auf Grundlagen beschränken, welche in höheren Klassenstufen vorausgesetzt werden.

Von einem Vorarbeiten für die nächste Klassenstufe sollte allerdings meist abgesehen werden.

Und bei allem Engagement und Enthusiasmus von Eltern und Kindern gilt, eines nicht zu vergessen. Kein Lernstress in den Ferien, denn gerade Kinder sollten auch mal einfach gar nichts tun.

Qualifizierte Nachhilfe anbieten und schulische Angebote nutzen

Eine weitere Möglichkeit, künftig schlechten Noten vorzubeugen, ist, schulische Angebote zu nutzen. Hierunter zählen insbesondere Hausaufgabenhilfen oder Lernkreise, welche an Nachmittagen in der Schule angeboten werden. Für Schüler und Schülerinnen, welche keine individuelle außerschulische Lernförderung benötigen, sind diese Angebote durchaus sinnvoll. Grenzen finden diese jedoch in der nicht vorhandenen individuellen Fördermöglichkeit für einzelne Schüler und Schülerinnen, da es sich meist um mehrere Kinder unterschiedlicher Klassenstufen und verschiedener Lernfächer handelt.

Eine immer wichtiger werdende Form der Lernförderung ist gezielte Nachhilfe, welche auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes eingeht. Qualifizierte Einzelnachhilfe ist dabei die effektivste Form der Lernförderung, da das Kind während der ganzen Unterrichtszeit allein im Mittelpunkt der pädagogischen und fachspezifischen Arbeit steht.

Eltern sollten hierbei dem Kind im Voraus vermitteln, dass Nachhilfe ein Privileg und keine Bestrafung oder ein Denkzettel für schlechte Noten ist. Kinder sind meist dankbar, wenn sie Hilfe bekommen, die nicht von der Schule angeboten wird oder die das Familienleben belasten, weil Eltern sich neben ihren eigentlichen Aufgaben als Eltern zusätzlich in die Rolle eines Lehrers oder einer Lehrerin begeben. 

Also, was tun bei schlechten Noten?

Auch wenn schlechte Noten kein Grund zum Jubeln sind, so sollten sie auch kein Grund für Repressalien sein. Es ist Familienzusammenhalt gefragt, um gemeinsam nach Auswegen zu suchen. Hierbei sollte nie aus den Augen verloren werden, dass Kinder eben Kinder und keine Erwachsenen sind. Und dass diese neben Anleitungen und Hilfestellungen vor allem den Rückhalt ihrer Familie benötigen.


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