Computerspielsucht

 

Das Institut „die hauslehrer“ erweitert seinen pädagogischen Arbeitsbereich um das Phänomen "Computerspielsucht".

 

Das digitale Zeitalter hat längst Spuren in den Kinder- und Jugendzimmern Deutschlands hinterlassen. Selbstverständlich nutzen Heranwachsende moderne Medien wie Computer, Handy und Spielkonsole um sich mit Gleichaltrigen auszutauschen, Informationen zu sammeln und auf die Schule vorzubereiten. Neben diesen nützlichen Anwendungen erfreuen sich auch Bildschirmspiele größter Beliebtheit. Aufregende bunte Welten laden zum Erkunden ein, epische Herausforderungen wollen bewältigt werden und Wettkämpfe werden mit Freunden online oder gemeinsam vor dem Bildschirm ausgetragen. Dabei werden dem Medium Computerspiel neben dem Unterhaltungswert auch pädagogisch sinnvolle Wirkungen zugeschrieben. So können das Reaktionsvermögen und die Hand-Auge-Koordination verbessert werden, auch Problemlösungskompetenzen und Teamgeist werden - je nach Spielgenre - angeregt. Sofern die Eltern wissen, was die Kinder und Jugendlichen spielen und nur USK geprüfte (für die Altersstufe geeignete) Medien genutzt werden, kann dieses Hobby im Regelfall also als unbedenklich angesehen werden.

 

In jüngster Zeit mehren sich in den Medien jedoch Berichte über problematische Konsummuster. Eltern, Pädagogen und Wissenschaftler werfen zunehmen die Frage auf, ob Bildschirmspiele nicht zur Ausbildung einer Verhaltenssucht, ähnlich der Drogen- und Glücksspielsucht, führen können. Obwohl die Kategorisierung des Phänomens als Abhängigkeit nicht unumstritten ist, hat sich das Institut „die hauslehrer“ dazu entschlossen, die Lehrkräfte des Instituts schon jetzt für dieses Problem zu sensibilisieren, um Eltern und Schülern im Zweifelsfall beratend zur Seite stehen zu können.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, wird in den nächsten Monaten - aufbauend auf dem aktuellem Forschungsstand - das Schulungsmaterial der "hauslehrer" um Informationen zu diesem problematischen Konsumverhalten erweitert. Daneben soll ein Merkblatt für die Eltern erstellt werden, damit auch diese das Hobby ihrer Kinder besser verstehen und auf potentiell negative Veränderungen im Verhalten ihrer Kinder rechtzeitig aufmerksam werden können. Natürlich kann eine solche - im Rahmen der Nachhilfe erbrachte - pädagogische Intervention keine professionelle Hilfe durch Suchtberatungsstellen oder Psychologen ersetzen. Vielmehr ist diese Maßnahme als ein Baustein der Prävention zu verstehen, um möglichst rechtzeitig eingreifen und somit denkbaren Chronifizierungen vorbeugen zu können.