"Mobbing in der Schule" 

 

Das Institut "die hauslehrer" erweitert seinen pädagogischen Arbeitsbereich um dieses Phänomen

Von enormer Wichtigkeit für den schulischen Erfolg von Kindern und Jugendlichen ist ihre Stellung im Klassenverband, ihr Ansehen bei den Mitschülern. Es wurde vielfach erforscht, dass erfolgreiches Lernen eine positive emotionale Grundstimmung zur Voraussetzung hat. Neben Eltern und Lehrern sind auch die Mitschüler wichtig für diese Grundstimmung. Dies beginnt schon im Kindergartenalter und wird mit zunehmendem Alter für Jugendliche noch bedeutsamer.

Opfer von aggressivem Verhalten seitens ihrer Mitschüler zu sein, ist von daher für Kinder und Jugendliche schlimmer als für Erwachsene. Das Thema Mobbing wird in Bezug auf die Arbeitswelt breit diskutiert. Man versteht darunter eine wiederholt und über einen längeren Zeitraum ausgeübte negative Handlung ohne triftigen Grund von einer oder mehreren Personen aus dem direkten beruflichen Umfeld der Betroffenen. Es ist bekannt, dass dies bei den Opfern zu erheblichen Gesundheitsschäden führen kann.Dass Mobbing bereits im Kindergarten und in der Schule ein Thema ist, davon werden Eltern betroffener Kinder oft überrascht, weil sie darauf nicht vorbereitet wurden. Die Folgen für die Lebensqualität der ganzen Familie, für die schulische Laufbahn der Kinder und Jugendlichen sowie für ihr späteres Leben können erheblich sein.In der Fachliteratur gibt es unterschiedliche Angaben über die Häufigkeit, mit der das Phänomen auftritt. Die Angaben schwanken in nationalen und internationalen Studien zwischen ca. 2 % und 12 % der befragten Schüler, die angeben mindestens einmal pro Woche aggressiven Handlungen von Mitschülern ausgesetzt zu sein. Die Schwankungen sind auf variierende Konzepte, Theorien, Stichproben und Messmethoden der Studien, sowie auf schulspezifische und regionale Faktoren zurückzuführen.

Schulische Probleme bzw. Lernprobleme haben hier oft ihre Ursache, ohne dass dies offensichtlich oder leicht zu erkennen ist. Hierbei spielen auch die Schamgefühle der Opfer eine Rolle, oder dass diese außer den Eltern keine vertraute Person in ihrem Umfeld haben, die sich auskennt und der sie sich auch mitteilen mögen.
Um sich dieser Problematik systematisch zu stellen, wird das Schulungsmaterial der „hauslehrer“ auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes derzeit um ein Modul zu diesem im Einzelfall entscheidenden Phänomen erweitert.
Alle Lehrkräfte der „hauslehrer“ sollen einen Blick für die Thematik entwickeln und den Eltern im Ernstfall beratend zur Seite stehen können.

Daneben wird ein Merkblatt für Eltern erarbeitet, durch welches sie begründete Hinweise erhalten, worauf zu achten ist und welche Interventionen wichtig, notwendig und hilfreich sein können.Im Rahmen der Nachhilfe kann vor allem dem Kind und den Eltern der Rücken gestärkt werden. Eine Intervention seitens der Schule durch Lehrer, Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter oder durch externe Fachkräfte (z.B. Beratungsstellen) erübrigt sich damit nicht, sondern muss im Gegenteil angeregt werden. Die Sensibilität einer Nachhilfelehrkraft für das Kind und ihr geschärfter Blick für die Problematik kann hier den entscheidende Hinweise geben.