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Familienleben in den Zeiten von Corona

Veröffentlicht am 23.03.2020

Plötzlich sind alle zu Hause – ja, was ist denn das jetzt?

Keine Schule in den nächsten Wochen, die Kinder sind zu Hause und sollen nicht raus.
Möglicherweise ist auch noch zu allem Überfluss der Partner da und kann seine Arbeit vom sogenannten Home-Office aus erledigen. Da kann es schon einmal eng werden – und das nicht nur räumlich!

In vielen Familien ist es nicht mehr an der Tagesordnung, dass ein Elternteil sich überwiegend um die Kinder kümmern kann. Sind beide Eltern berufstätig oder ist gar ein Elternteil alleinerziehend und berufstätig, so bleibt oft nicht genügend Zeit, sich um die Belange der Kinder in ausreichender Form zu kümmern. Daran haben sich gezwungenermaßen die meisten von uns gewöhnt.

Durch die großen Einschränkungen in den vergangenen Tagen stehen wir vor vielen und massiven Veränderungen in allen unseren persönlichen Bereichen. Die Reaktionen auf diese Pandemie reichen von Panik (Klopapier horten) bis Ignoranz (Coronaparty).

Zuerst einige Begriffsklärungen!

Wann spricht man von Pandemie?

Zuerst sollte der Unterschied zwischen einem Krankheitsausbruch und einer Epidemie klar sein.
Diese beiden Dinge sind sich sehr ähnlich: Beide werden definiert als weitverbreitetes Auftreten einer Infektionskrankheit innerhalb einer Gemeinschaft. Der Unterschied besteht darin, wie tödlich eine Krankheit verläuft. Es gibt keine numerische Grenze zwischen den beiden und viele einzelne Faktoren müssen einbezogen werden. Aber allgemein geht man offiziell von einer Epidemie aus, wenn bei einem Krankheitsausbruch die Sterblichkeitsrate über der „normalen“ durchschnittlichen Rate bei dieser Krankheit liegt.

Wenn nun eine Epidemie in mehreren Ländern auftritt und in jedem dieser Länder einen großen Anteil der Bevölkerung trifft, spricht man von einer Pandemie.

Beispiele für Pandemien waren in jüngster Vergangenheit zum Beispiel 1968 und 1969 die sogenannte Hongkong-Grippe oder die H1N1-Pandemie im Jahre 2009.

Bakterien und Viren

Alle möglichen Organismen können in den menschlichen Körper eindringen und ihn auch schädigen.
Die beiden häufigsten „Störenfriede“ sind Viren und Bakterien.
Beide können von recht harmlos bis tödlich auftreten. Auch heute noch – und gerade heutzutage mit den sich rasend schnell verbreitenden Nachrichten in den (un)sozialen Medien – werden sie häufig miteinander verwechselt. Dabei handelt es sich um sehr verschiedene Formen.

Bakterien sind die ältesten Lebewesen auf der Erde und vermehren sich in der Regel wie menschliche Zellen durch Zellteilung. Die Lebensweise und somit der Stoffwechsel von Bakterien ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Es gibt Bakterien, die für ihren Stoffwechsel Sauerstoff benötigen und solche, für die Sauerstoff Gift ist. Einige Bakterien brauchen Licht, um zu existieren, andere bestimmte Chemikalien, wie zum Beispiel Schwefel.

Viren können sich nicht selbständig vermehren und haben keinen eigenen Stoffwechsel. Daher werden sie auch nicht zu den Lebewesen gerechnet.

Bakterien und Viren machen uns auf sehr unterschiedliche Weise krank. Viren können bei ihrem Vermehrungsprozess zum Beispiel Zellen in unserem Körper befallen und sogar zerstören. Oder die körpereigenen Abwehrzellen beseitigen die vom Virus befallene Zelle.
Bakterien können durch ihre Stoffwechselprodukte krank machen. Diese sind zum Teil für den Menschen giftig.

Allgemein sollte klar sein: Antibiotika helfen nur bei Bakterien!
Da Viren keinen eigenen Stoffwechsel und auch keine Zellwand besitzen, sind Antibiotika machtlos!

Gegen Viren helfen nur sogenannte Virostatika. Das sind Medikamente, die mit unterschiedlichen Mechanismen die Vermehrung von Viren hemmen. Bei vielen viralen Infekten (wie Erkältungen) beschränkt sich die Behandlung aber auf eine Therapie, die zwar nicht die Viren selbst bekämpft, jedoch die Symptome der Krankheit lindert. Den Rest muss die körpereigene Abwehr dann allein erledigen. Auch können Viren ihr Erscheinen sehr schnell verändern. Daher muss zum Beispiel jedes Jahr ein neues, dem veränderten Virus angepasstes Grippeserum entwickelt werden.

Wie können wir uns schützen?

Achten sie auf Hygiene!

Dazu gehört natürlich auch der geeignete Abstand zu Personen, wenn Sie außer Haus sind.
Innerhalb der jetzt dichter bevölkerten Wohnung ist das mit dem „zwei–Meter-Abstand“ nicht immer so einfach durchzuführen. Wir sollten allerdings wirklich nicht in Panik verfallen und nur noch mit einem Schutzanzug oder einer Atemschutzmaske der Klasse FFP3, die Nano–Partikel bis 0,001 µm abhält, in der Wohnung herumlaufen.

Es sind die Außenkontakte, auf die wir achten müssen!
Sie können sich mit gebührendem Abstand (s.o.) mit jemandem unterhalten. Das sollten sie auch tun, wenn Sie die Gelegenheit dazu haben.

Reden hilft, die eigenen Ängste und Zweifel zu relativieren, also in das richtige Verhältnis zu der Situation zu bringen, ohne in Bagatellisieren oder Dramatisieren zu verfallen.

Kontakte aufrechterhalten!

Gerade in dieser besonderen Zeit ist es von enormer Bedeutung, unsere Kontakte zu pflegen. Jetzt kann auch endlich das sonst an dieser Stelle so nervige Kind seine digitalen Kompetenzen zum Wohl der Familien- und Freundeskontakte zur Verfügung stellen und vielleicht Mama und Papa in der Nutzung dieser Kommunikationswelt unterstützen. Das gute alte Telefon ist auch wieder aus der Mottenkiste aufgetaucht.

Auch in unserer Arbeit als Hauslehrer macht sich die Digitalisierung sehr erleichternd bemerkbar. Die Unterstützung der Schüler bei der Bearbeitung des (hoffentlich) von der Schule zur Verfügung gestellten Materials funktioniert reibungslos über Einrichtungen wie skype, whats app, facetime und Konsorten. Die Schüler sind mit diesen Kommunikationswegen bestens vertraut. Insgeheim sind Eltern wohl auch froh, dass ihre Schulkinder weiter regelmäßig unterstützt werden und wenigstens für 90 Minuten mal intensiv beschäftigt sind (Achtung: Ironie!).

Dass dies jetzt natürlich in schulischer Hinsicht eine Ausnahmezeit ist und auch bleiben wird, versteht sich von selbst. Nichts kann den Unterricht durch eine sich direkt vor Ort befindende Person ersetzen!

Dazu gibt es auch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse: In Kindergärten in den USA wurden schon vor vielen Jahren Tests durchgeführt, bei denen Gruppen von Kindern, die diese Sprache vorher noch nie gehört hatten, von einer chinesischen Muttersprachlerin chinesische Märchen und kleine Geschichten über einen Zeitraum von mehreren Monaten regelmäßig vorgelesen wurde. Diese „Vorlesungen“ wurde auf DVD mitgeschnitten und anderen Vergleichsgruppen vorgespielt. Nachdem die Kinder im ersten Schuljahr angekommen waren, bekamen sie zusätzlich die Sprache Chinesisch als Unterrichtsfach.

Das erstaunliche Ergebnis: Kinder, die die Live-Vorlesungen erlebt hatte, lernten relativ zügig diese Sprache. Bei den Kindern, die die gleichen Lesungen mittels DVD erlebt hatten, zeigte sich kein Effekt! (Quelle: Science Magazine, April 1986)

Diese Art von wissenschaftlichen Versuchen gab es auch schon vorher und sie werden in abgewandelter Form immer wieder durchgeführt. Alle kommen zu dem Ergebnis, dass die Übertragung von Emotionen beim Lernen einen wichtigen und sehr großen Einfluss hat.

Wir lernen eher personenbezogen, als fachbezogen! Auf die lehrende Person kommt es an!

In diesem Sinne – seien sie ein gutes Vorbild.
Und  – bleiben sie gesund!

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Norbert Petrie ist unser Konrektor für Nachhilfe in Köln & Umgebung.