Gesundheit Archive | die hauslehrer https://www.hauslehrer.de/blog/category/gesundheit/ Nachhilfe, die ankommt. Tue, 22 Jul 2025 16:09:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Zu hoher Medienkonsum: Risiken für Kinder und Jugendliche https://www.hauslehrer.de/blog/zu-hoher-medienkonsum-risiken-fuer-kinder-und-jugendliche/ Fri, 20 Jan 2023 09:22:19 +0000 https://www.hauslehrer.de/?p=8840 Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit vor Fernsehgeräten, Computern, Spielekonsolen und Handys. Neben den negativen Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit sind auch negative Effekte auf die Sprach- und Rechtschreibschreibentwicklung sowie die soziale Entwicklung nicht mehr von der Hand zu weisen. Schlagwörter wie Medienkompetenz und Medienführerschein befassen sich zwar mit dem Umgang mit […]

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Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit vor Fernsehgeräten, Computern, Spielekonsolen und Handys. Neben den negativen Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit sind auch negative Effekte auf die Sprach- und Rechtschreibschreibentwicklung sowie die soziale Entwicklung nicht mehr von der Hand zu weisen. Schlagwörter wie Medienkompetenz und Medienführerschein befassen sich zwar mit dem Umgang mit Medien an sich, jedoch nicht tiefergehend mit den Risiken übermäßigen Medienkonsums.

Moderne Medien gehören heutzutage zum Alltag der meisten Kinder und Jugendlichen. Sie erleichtern in hohem Maß die Kommunikation in Schule, Beruf und Freizeit. Gerade in Zeiten des Homeschoolings und der häuslichen Vereinsamung während der Corona-Pandemie waren sie oft die einzige Möglichkeit, mit Verwandten und Freunden regelmäßig in Kontakt zu treten. Die Tendenz zur übermäßigen Nutzung von Medien setzte sich jedoch auch nach Beendigung des Homeschoolings weiter fort, reale Kontakte blieben eingeschränkt und das virtuelle Leben nahm einen immer größeren Platz im Leben junger Menschen ein.

Aus dem Thema Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen ergeben sich drei wesentliche Fragen.

  1. Was sind die Auswirkungen von zu hohem Medienkonsum und welche Risiken ergeben sich aus der Nutzung moderner Kommunikationsmittel?
  2. Wie viel Medienkonsum ist für Kinder und Jugendliche sinnvoll?
  3. Was können Eltern tun, um den Medienkonsum zu regulieren und vor Gefahren zu schützen?

Auswirkungen übermäßigen Medienkonsums auf Kinder- und Jugendliche

Das deutsche Ärzteblatt warnte bereits im Jahr 2007 vor den Risiken für Psyche und Körper, wenn Kinder und Jugendliche zu viel Zeit vor Fernsehgeräten, Computern, Spielekonsolen und Smartphones verbringen (vgl. Dtsch Arztebl 2007; 104(38): A-2560 / B-2262 / C-2194). Aber auch Krankenkassen beschäftigen sich seit langem mit den gesundheitlichen Auswirkungen, wenn Heranwachsende zu viel Zeit vor den Bildschirmen verbringen.

Aus Sicht von die hauslehrer® sind folgende gesundheitliche und soziale Risiken besonders hervorzuheben:

  • Heranwachsende mit zu viel Medienkonsum neigen zu Bewegungsmangel, was unter anderem negative Auswirkungen auf die motorische und feinmotorische Entwicklung haben kann. Auch gesundheitsgefährdendes Übergewicht, Rückenprobleme und Haltungsschäden können eine Folge sein.
  • Bei übermäßigem Medienkonsum, besonders in den Abend- und Nachtstunden, können Schülerinnen und Schüler dazu neigen
    • einer Veränderung ihres Tagesrhythmus
    • Minderschlaf bis hin zur Schlaflosigkeit
    • zunehmender Morgenmüdigkeit und morgendlicher Antriebslosigkeit
    • Verschiebung der „Konzentrationskurve“ in den späten Nachmittag oder in die Abend- und Nachtstunden
    • Konzentrationsproblemen in der Schulzeit, beim Lernen und bei den Hausaufgaben
  • Heranwachsende, die zu viel jugendsprachliche Abkürzungen und Rechtschreibprogramme nutzen oder vorrangig mit Smileys sowie Satz- und Wortfetzen kommunizieren, haben oft Probleme, eine altersgerechte Sprach- und Schreibkompetenz zu entwickeln.
  • Kinder und Jugendliche, die aufgrund vermehrter Medienzeiten nicht mehr an anderen (Gruppen-) Freizeitaktivitäten teilnehmen und den realen Freundeskreis vernachlässigen, neigen dazu, sich abzukapseln, was zwangsläufig zu Kontakt- und Entwicklungsstörungen führt.
  • Zu viel Internetnutzung oder im Speziellen zu viel virtuelle Kommunikation erhöht natürlich auch das Risiko
  • Opfer von Cybermobbing, Erpressern oder Betrügern zu werden,
  • ungewollt auf pornografische oder gewalttätige Inhalte zu stoßen,
  • ungefiltert Fake-Meldungen, Verschwörungstheorien und extremistische oder rassistische Inhalte zu konsumieren.
  • Medien haben Suchtpotential: Neueste Zahlen gehen davon aus, dass von einer Mediensucht etwa 3 Prozent der männlichen und etwa 0,3 Prozent der weiblichen Jugendlichen betroffen sind. Die Auswirkungen auf Körper, Psyche und soziale Entwicklung sind bei einer Sucht noch gravierender.

Bildschirmzeiten für Kinder und Jugendliche

Bei Schülerinnen und Schülern ist es nicht ganz einfach, maximale Bildschirmzeiten festzulegen, da das Nutzungsverhalten unter anderem von schulbedingten Computerzeiten abhängt.

Für sozial- und freizeitorientierte Bildschirmzeiten können folgende Richtwerte ein sinnvoller Anhaltspunkt sein.

  • Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren:

möglichst keine Bildschirmmedien

  • Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren:

maximal 30 Minuten täglich

  • Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren:

maximal 45 bis 60 Minuten täglich

  • Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren:

1 Stunde pro Tag bzw. 7 Stunden pro Woche

  • Kinder im Alter von 13 bis 14 Jahren:

1,5 Stunden pro Tag bzw. 10,5 Stunden pro Woche

  • Jugendliche im Alter von 15 bis 16 Jahren:

2 Stunden pro Tag bzw. 14 Stunden pro Woche bis 2,5 Stunden bzw. 17,5 Stunden pro Woche

Unterstützung der Eltern ist gefragt

Klare Regelungen zu Medienzeiten

Eltern sollten darauf achten, dass aufgestellte Regeln, besser noch gemeinsam abgesprochene Medienzeiten eingehalten werden. Ein gestellter Wecker oder eine Eieruhr sind hier kleine, aber sinnvolle Helfer. Übergangsweise können auch technische Hilfsmittel wie Zeitbegrenzungen im Internetrouter, dem PC, dem Smartphone oder der Spielekonsole zum Einsatz kommen. Mit Beginn der Pubertät sollten die Jugendlichen jedoch eigenverantwortlich sowohl mit den Freiheiten als auch den (zeitlichen) Grenzen des Medienkonsums umgehen können.

Auf Anzeichen achten, Interesse zeigen und das Gespräch suchen

Eltern, welche darauf achten,

  • was ihre Kinder mit Ihrem Smartphone, dem PC oder der Spielekonsole machen,
  • welche Themen sie mögen,
  • welche Seiten sie besuchen,
  • welche Spiele sie spielen,
  • auf welchen Portalen sie chatten,

haben die Möglichkeit, rechtzeitig über Risiken und Möglichkeiten das Gespräch zu suchen. Eltern sollten hierbei aber nicht Interesse mit Kontrolle verwechseln.

Gemeinsames Ausprobieren von Spielen und Apps oder gemeinsames Anschauen der Beiträge von Internetstars bietet Eltern die Chance, Sinn und Inhalte kritisch zu hinterfragen und mit ihren Kindern zu besprechen. Eltern sollten dabei nicht von ihrer Jugend und ihren früheren Interessen ausgehen, sondern vielmehr eine offene Diskussion mit ihren Kindern suchen.

Ausreichend Gesprächsstoff bietet nicht nur der Inhalt der Mediennutzung und die Dauer der Medienzeit, sondern auch, warum ihre Kinder zu lange vor dem Bildschirm sitzen. Es ist ein grundsätzlicher Unterschied, ob Kinder und Jugendliche sich die Langeweile vertreiben wollen oder sich über aktuelle Themen informieren oder mit entfernteren Freunden chatten möchten.

Alltagsroutinen schaffen

Eltern sollten mit ihren Kindern klare Verhaltensregeln im Umgang mit festen und mobilen Bildschirmgeräten festlegen. Beim Essen, bei gemeinsamer Familienzeit, im Schulunterricht sowie beim Lernen und bei den Hausaufgaben müssen Smartphone und Co. ausgeschaltet oder weggepackt werden.

Zur Gewohnheit können es sich alle Familienmitglieder machen, dass verschiedene Medien nicht gleichzeitig genutzt werden. Zum Beispiel beim Filme schauen und beim Spielen mit der Konsole gehört das Handy weggelegt.

Zu einer sinnvollen Routine gehört auch, dass Kinder- und Jugendliche erst Medienzeiten erhalten, wenn die Hausaufgaben fertig sind, für die Schule gelernt wurde und die häuslichen Aufgaben erledigt sind.

Eine der wichtigsten Vorgaben ist aber, Abschaltzeiten für Medien zu vereinbaren, wenn am nächsten Tag Schule ist.

Gerade bei Kindern helfen auch medienfreie Tage, bei denen die ganze Familie auf Spielekonsole, Computer oder das Spielen und Surfen mit dem Smartphone verzichtet.

Alternativen aufzeigen

Für Heranwachsende ist es wichtig, abwechslungsreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung kennenzulernen und die Mediennutzung aus Langeweile nicht als Freizeitbeschäftigung anzusehen. Alternativen in der realen Welt gibt es genug. Ob Sport treiben in einem Verein, sich in einer Jugendgemeinschaft engagieren, im Chor singen oder ein Instrument spielen, es gibt genug Wahlmöglichkeiten. Eltern sollten ihre Kinder darin bestärken und sie unterstützen, regelmäßig einem oder mehreren Hobbys nachzugehen.

Als Vorbild vorangehen

Eltern haben eine enorme Vorbildwirkung, gerade wenn es um die Mediennutzung geht. Das eigene Medienverhalten zu hinterfragen, hilft dabei, die eigenen Onlinezeiten zu reduzieren. Eltern können ihren Kindern nicht nur bei Alternativbeschäftigungen ein Vorbild sein, sondern auch zeigen, dass niemand rund um die Uhr erreichbar sein muss. Ein Medien-Fasten-Tag ist eine sehr gute Möglichkeit, mit den eigenen Kindern intensiv Zeit zu verbringen und andere Interessen in den Vordergrund zu rücken.

Hilfe aufsuchen

Eltern, die beobachten, dass ihre Kinder die Hausaufgaben, das Lernen, den Freundeskreis, Hobbys und die häuslichen Aufgaben vernachlässigen, um Zeit im Internet, am Handy oder mit der Spielekonsole zu verbringen, sollten sich bei den regionalen Sucht- oder Erziehungsberatungsstellen Hilfe suchen.

 

Fazit

Moderne Medien pauschal zu verteufeln, ist nicht der richtige Ansatz. Zahlreiche Angebote im Internet bieten Kindern und Jugendlichen die Chance, sich zu informieren und über den eigenen Tellerrand zu schauen. Medien können die Kreativität fördern, das eigene Wissen bereichern, beim Lernen helfen und bieten Kommunikationsmöglichkeiten mit Gleichgesinnten rund um die Welt. Aber auch hier gilt genau wie bei Arznei oder Süßigkeiten, die Dosis ist entscheidend.

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Quellen:

  1. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Medienzeiten festlegen – Worauf müssen Eltern achten?,  https://www.ins-netz-gehen.info/eltern/beratung-und-informationen-zur-mediennutzung/zeitlimit-handy/, abgerufen am 14.08.2022
  2. hkk-Gesundheitsredaktion, Handelskrankenkasse: Kinder: zu viel Medienkonsum schadet, https://dock.hkk.de/familie/kinder-zu-viel-medienkonsum-schadet, abgerufen am 10.08.2022
  3. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Digitale Medien mit Augenmaß nutzen, https://www.bzga.de/aktuelles/2019-12-03-digitale-medien-mit-augenmass-nutzen/, abgerufen am 12.08.2022
  4. Andreas van Egmond-Fröhlich, Thomas Mößle, Sabine Ahrens-Eipper, Gerhard Schmid-Ott, Rolf Hüllinghorst und Petra Warschburger: Übermäßiger Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen: Risiken für Psyche und Körper, erschienen Deutsches Ärzteblatt 2007; 104(38): A-2560 / B-2262 / C-2194, https://www.aerzteblatt.de/archiv/56968/Uebermaessiger-Medienkonsum-von-Kindern-und-Jugendlichen-Risiken-fuer-Psyche-und-Koerper, abgerufen am 10.08.2022

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Gefahren durch Energydrinks und Gaming-Booster für Kinder und Jugendliche https://www.hauslehrer.de/blog/gefahren-durch-energydrinks-und-gaming-booster-fuer-kinder-und-jugendliche/ Thu, 04 Nov 2021 10:27:04 +0000 https://www.hauslehrer.de/?p=8584 Energydrinks und Gaming-Booster wurden in den letzten Jahren bei Kindern und Jugendlichen immer beliebter. Nicht nur, um in Schulstresssituationen oder bei Computerspielen „leistungsbereiter“ und „aufmerksamer“ zu sein, sondern auch auf Partys länger durchhalten zu können oder auch im Zusammenwirken mit Alkohol eine stärkere Berauschtheit zu erleben. Dabei wissen gerade Kinder und Jugendliche nicht immer, wie […]

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Energydrinks und Gaming-Booster wurden in den letzten Jahren bei Kindern und Jugendlichen immer beliebter. Nicht nur, um in Schulstresssituationen oder bei Computerspielen „leistungsbereiter“ und „aufmerksamer“ zu sein, sondern auch auf Partys länger durchhalten zu können oder auch im Zusammenwirken mit Alkohol eine stärkere Berauschtheit zu erleben. Dabei wissen gerade Kinder und Jugendliche nicht immer, wie schädlich Energydrinks und Gaming-Booster für sie sein können.

Unterschied Energydrinks und Gaming-Booster

Der Unterschied zwischen Energydrinks und Gaming-Boostern besteht im Wesentlichen in der Handelsform (Getränk oder Pulver). Inhaltsstoffe und Wirkungsweise hingegen unterscheiden sich kaum.

Was sind Energydrinks?

Ein Energydrink ist im Allgemeinen die Bezeichnung für verzehrfertige Getränke, welche eine anregende Wirkung auf den Organismus haben sollen. Der tatsächlich „nachweisbare“ Effekt ist wissenschaftlich umstritten. Laut Studien steigern Energydrinks für kurze Zeit die Reaktionsgeschwindigkeit und das Erinnerungsvermögen bei Gedächtnisaufgaben. Zudem kann die körperliche (sportliche) Leistungsfähigkeit für einen kurzen Zeitraum positiv beeinflusst werden.

In der Regel bestehen Energydrinks, markenabhängig unterschiedlich, aus Wasser, Zucker oder anderen Süßungsmitteln bzw. Zuckerersatzstoffen, Koffein (oft auch in Form von Guarana), Taurin, Glucuronolacton, Vitaminen (häufig aus der Gruppe der B-Vitamine, Inosit), Mineralstoffen und aus Aroma- und Farbstoffen.

Lässt der Wirkstoff – besonders der Koffeinlevel – nach, kommt es in der Regel zu einem plötzlich einsetzenden Leistungsabfall.

Was sind Gaming-Booster?

Ein Gaming Booster ist eine meist in Pulverform angebotener nicht verzehrfertiger Energydrink und wird in der Regel in verschiedenen Geschmacksvarianten produziert. Die Konsumenten müssen das Energydrink-Pulver nach den Herstellervorgaben vor dem Verzehr selbst anmischen. Zielgruppe sind vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in ihrer freien Zeit exzessiv Computer spielen.

Gaming-Booster bestehen, markenabhängig unterschiedlich, aus Zucker oder anderen Süßungsmitteln bzw. Zuckerersatzstoffen, Koffein, Taurin, verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen.

Die Wirkung auf den Organismus ist aufgrund der gleichen Hauptinhaltsstoffe ähnlich. Der tatsächlich „nachweisbare“ Effekt ist wissenschaftlich aber auch ähnlich umstritten.

Bei Gaming-Boostern mit langsam freisetzendem Koffein führt der regelmäßige Konsum zu einem relativ gleichmäßigen Wirkstoffstofflevel ohne plötzlichen Leistungsabfall.

Lerndroge Gaming-Booster und Energydrinks

Bei Leistungsabfall oder Müdigkeit versprechen Hersteller häufig, dass ihre Produkte den Kreislauf ankurbeln und es zu einem mehr oder minder großen Energieschub kommt. Verantwortlich hierfür sind vor allem die Inhaltsstoffe Koffein als „Wachmacher“ und Zucker oder Zuckerersatzstoffe als „Energielieferant“.

Doch sind Gaming Booster und Energydrinks tatsächlich „Lerndrogen“?

Je nach Produkt unterschiedlich fühlen sich die Konsumenten nach 15 bis 45 Minuten besonders wach und konzentriert. Zudem wirkt der enthaltene Zucker auf das Belohnungssystem des Gehirns und setzt Glückshormone frei.

Ist der enthaltende Zucker oder Zucker-/Energieersatz verarbeitet und der Wirkstofflevel des Koffeins wieder niedrig, fühlen sich viele häufig noch müder und noch energieloser, was zu einem Konzentrationsabfall und nicht selten auch zu Antriebslosigkeit führt. Einige reagieren sogar gereizt oder sehr nervös. In dieser „Down-Phase“ ist aus pädagogischer Sicht konzentriertes Arbeiten kaum möglich.

Effektive Hausaufgabenarbeit und konzentriertes Lernen wäre daher eigentlich nur in dem Zeitraum möglich, in dem die Inhaltsstoffe in einer mehr oder minder kurzen Zeitspanne ihre Wirkung im Organismus entfalten.

Doch selbst unter Entfaltung der Wirkung dieser mutmaßlichen „Lernwunder“ waren positive Effekte wissenschaftlich nicht immer nachweisbar. Ganz im Gegenteil.

Der Psychologe und Studienautor Jan Höltge stellte in einer begleitenden Studie zu einer Umfrage bei 300 Schülerinnen und Schülern zum Thema: “Lernen auf Droge – Wie der Konsum von Suchtmitteln die Lernleistung beeinflusst” vor Jahren bereits fest, dass – je nach Substanz und Konzentration – die Gedächtnisleistung, die Konsolidierung des Erlernten oder auch logisches Denken negativ beeinflusst wurden. (vgl. Die Presse: Risiko durch Energydrinks bei Schülern)

Bereits Jahre zuvor hatten Forscher aus den USA veröffentlicht, dass zu viel Koffein nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit ist, sondern auch negative Einflüsse auf die Konzentrationsfähigkeit und die Reaktionsfähigkeit der Konsumenten hat. Der Spiegel berichtete hierüber bereits im Jahre 2010 (vgl. Spiegel Wissenschaft:  Energydrinks – Zu viel Koffein bremst das Reaktionsvermögen).

Diese begleitende Studie sowie auch die Veröffentlichung im Spiegel deuten darauf hin, dass Lernen unter dem Einfluss stark koffeinhaltiger Lebensmittel eher eine negative Auswirkung auf die Lerneffizienz hat.

Das Institut „die hauslehrer“ hat zum Thema „Gehirndoping durch stark koffeinhaltige Aufputschdrinks“ auch eine eindeutige eigene Meinung: Lernen unter Zuhilfenahme von Energydrinks und Energy-Boostern bringt nichts und ist tatsächlich verlorene Lernzeit.

Welche Gefahren hat der Genuss von Energydrinks und Gaming-Boostern?

Wer über einen „imaginären“ positiven Effekt auf die Lerneffektivität nachdenkt, sollte sich jedoch auch mehr als ausreichend über die Gefahren durch den Genuss von Energydrinks und Gaming-Boostern informieren.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen, bei denen sich die Grenzwerte von denen Erwachsener unterscheiden, können bei zu hoher Körperkonzentration an Koffein unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.

Dazu gehören unter anderem:

  • Nervosität
  • Übelkeit bis hin zu Brechreiz
  • Kopfschmerzen
  • Schweißausbrüche
  • Störung der visuellen und auditiven Wahrnehmung
  • Bluthochdruck
  • gesteigerter Puls bis Herzrasen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Reizbarkeit
  • aggressives Verhalten

Bei dauerhaftem übermäßigen Koffeingenuss oder extremen Koffeingenuss in den Abend- und Nachtstunden können zudem weitere – meist sich gegenseitig bedingende – negative Effekte eintreten:

  • Veränderung des alterstypischen Tagesrhythmus und zu wenig Schlaf bis hin zur Schlaflosigkeit
  • zunehmende Morgenmüdigkeit und morgendliche Antriebslosigkeit
  • Verschiebung der „Konzentrationskurve“ in den späten Nachmittag oder in die Abend- und Nachtstunden
  • Rückgang der Konzentration während der Schulstunden, beim Lernen und bei den Hausaufgaben
  • anhaltende „Down-Phasen“ mit starker Übermüdung bis hin zu Müdigkeitsattacken (Sekundenschlaf), Unlust, geistiger Abwesenheit und „Übermüdungsaggressivität“

Kinder und Jugendliche sollten nicht mehr 3 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag aufnehmen (vgl. Bundesregierung: „Koffein: Die Dosis macht’s“.).

Für einen Jugendlichen im Alter von 15 Jahren, einer angenommenen Größe von 171 cm und einem angenommenen Gewicht von 61,5 kg wäre das gerade einmal eine Tagesdosis von 184,5 Milligramm Koffein.

Die nachfolgende Tabelle zeigt einen kleinen Überblick über den Koffeingehalt ausgewählter Getränke und Getränkepulver (vgl. Stiftung Warentest – Tabelle: Koffein)

Lebensmittel Mengeneinheit Durchschn. Koffeingehalt* Koffeingehalt Durchschn. je Milliliter*
Energy Booster Mischgefäß (500ml) 250 mg 2,00
Espresso Tasse (60 ml) 80 mg 1,33
Filterkaffe Tasse (150 ml) 80 mg 0,53
Energy Drink Dose (250 ml) 80 mg 0,32
Schwarzer Tee Tasse (200 ml) 40 mg 0,20
Cappuccino Tasse (200 ml) 27 mg 0,18
Grüner Tee Tasse (200 ml) 30 mg 0,15
Cola Glas (330 ml) 40 mg 0,12
Kakao Tasse (2000 ml) 20 mg 0,10

«Tabelle Koffeingehalt» (Andre Wiesener © die hauslehrer GmbH & Co. KG)

Aus der Tabelle lassen sich für den Beispieljugendlichen (15 Jahre und 61,5 kg) folgende ungefähre Tageshöchstdosen an Koffein ableiten (ohne dabei auf andere Inhaltsstoffe einzugehen).

  • ¾ Mixbecher Energy Booster
  • 3 Tassen Espresso
  • 2 kleine Tassen Filterkaffee
  • 2 Dosen Energy Drink
  • 4 große Tassen schwarzer Tee
  • 6 große Tassen Cappuccino
  • 6 große Tassen grüner Tee
  • 4 Glas Cola
  • 8 große Tassen Kakao

Dabei kann es aber je nach Hersteller und Produkt zu Abweichungen kommen.

Wissenschaftlich konnte bisher jedoch noch nicht eindeutig geklärt werden, ob die Wirkung von Koffein durch andere Inhaltsstoffe noch verstärkt werden kann.

Gamingbooster und Energydrinks bei ADHS

In Deutschland sind rund 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) betroffen. Dabei wird bei Jungen ADHS viermal häufiger festgestellt als bei Mädchen. (vgl. Schlack, R., Hölling, H., Kurth, BM. et al. Die Prävalenz der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland)

Oftmals kann man im Internet lesen, dass Koffein zur Behandlung von ADHS geeignet sei. Wer sich jedoch Zeit nimmt und ausreichend recherchiert, stößt auf unterschiedliche Aussagen. Nach Ansicht des Instituts „die hauslehrer“ können aufgrund der bis dato sehr schwachen Datenlage keine generell haltbaren Aussagen über den Einfluss von Koffein auf ADHS-Betroffene gemacht werden.

Bei einer normalen Reaktion auf Koffein kann es bei Menschen mit ADHS häufig zu einer Verstärkung der Hyperaktivität und der Impulsivität kommen. Zudem kann sich eine bereits bekannte Schlafstörungssymptomatik verschlechtern.

Koffein kann jedoch bei ADHS-Betroffenen auch eine gegenteilige (paradoxe) Reaktion hervorrufen. Statt kurzfristiger Wachsamkeits- und Konzentrationssteigerung stellen sich dann beruhigende Effekte ein.

Bereits im Jahr 2015 ging eine Studie der „Academic of Pediatrics“ der Frage nach, ob bei Jugendlichen eine hohe Konzentration an Zucker, Koffein und Taurin zu hyperaktiven Phasen und Konzentrationsbeeinträchtigungen führt. (vgl. Energydrinks und selbstberichtete Hyperaktivitäts-/Unaufmerksamkeitssymptome bei Jugendlichen).

Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass der Konsum von Energydrinks mit einem signifikanten erhöhten Risiko (um 66 Prozent) für Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen bei Schülerinnen und Schülern assoziiert war.

Heranwachsende mit einer ADHS-Symptomatik sollten daher mit Energydrinks und Gaming-Boostern besonders umsichtig umgehen.

Unser Tipp: ADHS-Betroffene sollten die körperlichen Reaktionen auf koffeinhaltige Lebensmittel genau beobachten, die empfohlenen Tagesdosen keinesfalls überschreiten, gegebenenfalls vorab eine ärztliche Beratung in Erwägung ziehen und im Zweifelsfall auf diese Art „Wachmacher“ ganz verzichten.

Natürliche Energy-Booster

Kinder und Jugendliche, welche dennoch nicht auf „Energieverstärker“ verzichten möchten, sollten sich auf natürliche Energielieferanten beschränken. Sie wirken meist genauso gut, sind gesünder und gerade bei Jüngeren besser verträglich.

  • Wasser in ausreichender Menge
  • Bananen
  • Zitrusfrüchte
  • unbehandelte Mandeln (in Maßen)
  • unbehandelte Nüsse (in Maßen)
  • Haferflocken
  • Rote Beete
  • grünes Blattgemüse
  • Grüner Tee (in Maßen)
  • Ingwer
  • einheimisches Obst und Gemüse

Unser Fazit zu Gaming Boostern?

Das Institut „die hauslehrer“ beobachtet das Phänomen der Energydrinks und Gaming-Booster schon länger, thematisiert es immer wieder auf unseren Weiterbildungen und sieht den (übermäßigen) Genuss sehr kritisch.

Nach „nicht medizinischer“ Meinung unseres Nachhilfeinstitutes und nach Gesprächen mit Eltern und Schülern vertreten wir im Allgemeinen folgenden Standpunkt:

  • Engergydrinks, Gaming-Booster und Co. haben keinen positiven Einfluss auf die Lernleistung bei Schülerinnen und Schülern.
  • Übermäßiger Koffeingenuss kann zu unerwünschten Nebenwirkungen oder gar zu negativen gesundheitlichen Folgen führen.
  • Kinder und Jugendliche hinterfragen selten die Werbebotschaften der Hersteller von Energydrinks und Gaming-Boostern. Zudem lassen sie sich zum Genuss dieser Getränke häufig auch von ihrem Freundeskreis verleiten. Der erhobene Zeigefinger oder gar Verbote bringen wenig. Eltern sollten mit ihren Kindern offen über das Für und Wider von Energydrinks und Gaming-Boostern sprechen. Hierbei kann eine gemeinsame und umfassende Recherche im Internet ein guter Anfang sein.
  • Die Schule steht hier aber auch in der Verantwortung. Frühzeitige Beschäftigung mit diesem Thema im Unterricht oder in Projekten kann so manches schiefe Bild wieder geradeziehen und Kinder und Jugendliche vor den negativen Folgen des übermäßigen Genusses von Energydrinks und Gaming-Boostern schützen. Die Eltern sollten hier bei den Lehrkräften eine entsprechende Aufklärung einfordern.
  • Eltern sollten darauf achten, dass die empfohlene Tagesdosis Koffein – egal durch welche Getränke – nicht überschritten wird. Auch sollte auf einen geringen Zuckergehalt in Getränken geachtet werden.

Quellen:

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Gesundheit gegen Schulstress – Wie Sie Ihrem Kind schon zu Hause helfen können https://www.hauslehrer.de/blog/gesundheit-gegen-schulstress-wie-sie-ihrem-kind-schon-zu-hause-helfen-koennen/ Tue, 03 Oct 2017 14:30:24 +0000 https://www.hauslehrer.de/?p=5845 Seit Jahren nimmt der Schulstress zu. Immer wieder wird dieses Thema in den Medien hervorgeholt und analysiert. Die Folgen für die Kinder werden beobachtet und aufgeführt: Sie leiden unter Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Rückenschmerzen. Damit verbunden treten typische Erkrankungsbilder von Erwachsenen auch schon bei Kindern auf: Somatische Beschwerden, zu denen neben den oben genannten auch die […]

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Seit Jahren nimmt der Schulstress zu. Immer wieder wird dieses Thema in den Medien hervorgeholt und analysiert. Die Folgen für die Kinder werden beobachtet und aufgeführt: Sie leiden unter Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Rückenschmerzen. Damit verbunden treten typische Erkrankungsbilder von Erwachsenen auch schon bei Kindern auf: Somatische Beschwerden, zu denen neben den oben genannten auch die Schlafstörungen gehören, Gefäßerkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem, um nur einige zu nennen.

Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse DAK hat in ihrer aktuellen Studie “Präventionsradar – Kinder- und Jugendgesundheit in Schulen” fast 7000 Schulkinder von der 5. bis 10. Klasse zu ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit befragt. Sie kommt zu einem klaren Fazit:

Fast jeder zweite Schüler leidet unter Stress!

Ein Untersuchungsgegenstand ist auch der Zusammenhang von Ernährung und Bewegung. Beide Faktoren haben eine große Wirkung auf das Aufkommen von Stress und der Widerstandskraft der Schüler und Schülerinnen dagegen.

Eine gesunde Ernährung fängt mit einem angemessenen Frühstück an. Und hier zeigt sich leider, dass die initiale Nahrungsaufnahme nach dem Aufstehen eine immer noch fast schon sträflich unterschätzte, weil vernachlässigte Mahlzeit ist. Die DAK-Studie zeigt auf, dass Kinder in der Oberschule weit weniger frühstücken als noch in der Grundschule. Es scheint, dass mit zunehmendem Alter von den Eltern weniger darauf geachtet wird, dass ihre Kinder gestärkt und energetisch “aufgetankt” in den Tag gehen. Insgesamt über ein Viertel aller Schüler frühstücken überhaupt nicht mehr, bevor sie in die Schule gehen.

Der Stress beginnt nach dem Aufstehen

Den Tag mit leerem Magen zu beginnen, ist keine gute Voraussetzung, um einen langen Tag in der Schule konzentriert durchstehen zu können. Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, Leistung zu zeigen, sinken erheblich. Eine Gefahr zeichnet sich dabei ab: Die “geistige Sparflamme” mit der der Schultag abgesessen wird. Die verschiedenen Fächer und deren Themen werden wahrgenommen, vielleicht auch noch aufgenommen, aber nicht mehr verstanden. Dies führt zu Verständnisproblemen, die letztendlich bei den Hausaufgaben schon auf den Schüler warten. Zusätzlich erschwert es auch den weiteren thematischen Fortschritt in der Schule…

Doch der leere Magen fordert irgendwann seinen Tribut. Im Laufe des Tages stellt sich natürlicherweise Hunger ein. Um diesen dann schnell und endgültig wieder zu stillen, gehen die Kinder den Weg des geringsten Widerstandes: Sie besorgen sich Fast Food. Mit dabei sind auch die sogenannten Energydrinks, in denen zum Beispiel Koffein oder Taurin enthalten ist. So kommt neben der dauerhaften schlechten Ernährung auch noch die frühzeitige Gewöhnung an psychotrope Substanzen hinzu. Oft wird schon vor Beginn des Unterrichts mit dem Konsum dieser vermeintlichen Energiespender begonnen – sozusagen als präventive Maßnahme.

Gut denkbar, dass dieses Verhalten im späteren Lebenslauf den Griff zu härteren psychoaktiven Substanzen begünstigt.

Lieber noch einen Energydrink!

Nur noch die Hälfte der Schüler berichten davon, Gemüse und Obst zu konsumieren. Die Folgen einer Mangelernährung sind bekannt: Ein Übermaß an Zucker, der versteckt vor allem in Softdrinks zu finden ist, mündet langsam aber sicher in Übergewicht. Gelenkprobleme stellen sich ein, das Risiko früh an Herz-Kreislaufkrankheiten zu leiden, nimmt zu. Fehlende Vitamine schwächen das Immunsystem, Stoffwechselstörungen bahnen sich ihren Weg.

Die DAK-Studie stellt hier einen klaren Zusammenhang zwischen Übergewicht und fehlendem Frühstück her:

“Der Anteil an Befragten mit Übergewicht stand in deutlichem Zusammenhang zu den Frühstücksgewohnheiten. In der Gruppe der Schüler/innen, die nie zu Hause frühstücken, lag der Anteil an Übergewichtigen bei 16 Prozent, verglichen mit 10 Prozent unter denen, die angaben, jeden Tag vor der Schule zu frühstücken. Ein ähnlich deutlicher Zusammenhang ließ sich zur Häufigkeit gemeinsamer Familienmahlzeiten finden. Wer häufiger an gemeinsamen Mahlzeiten zu Hause teilnahm, berichtete auch selteneren Fastfood-Konsum und häufigeren Konsum von Obst und Gemüse.”

Das ist im Großen und Ganzen eigentlich keine wirklich neue Erkenntnis: Wer sich schon zu Hause gut ernährt bzw. ernährt wird, braucht es nicht später auf der Straße nachzuholen, und dann meist schlechter. Das Erstaunliche für mich dabei ist eher, dass Eltern von diesem Umstand wissen. Aber warum lassen sie es dann geschehen? Eine plausible Erklärung scheint mir zu sein, dass Eltern selbst unter Stress stehen und sich die Zeit zum gemeinsamen Essen im Laufe der Jahre haben stehlen lassen.

Nehmen Sie sich Zeit

So können Sie schnell wirksam werden: Sorgen Sie für einen ruhigen und ausgeglichenen Start in den Schultag.

Nehmen Sie sich die notwendige Zeit, um gemeinsam zu frühstücken. Dies ist leicht einzufordern, aber unter Umständen schwer umzusetzen. Sie können jedoch mit ein paar Vorbereitungen sich schon ein wenig zusätzliche Zeit schaffen

Bereiten Sie den Morgen schon am Abend vorher vor:

  • Sorgen Sie dafür, dass die Schultasche für den kommenden Tag schon am Abend vorher gepackt ist.
  • Stellen Sie dann auch gleich die Schulverpflegung zusammen: Obst und Saft sollten auch dabei sein.
  • Decken Sie den Frühstückstisch vor dem Schlafengehen, am besten zusammen mit ihrem Kind
  • Vermeiden Sie Konfliktgespräche am Frühstückstisch

Wenn ihr Kind stressfrei und mit angenehm gefülltem Bauch das Haus verlässt, haben Sie schon viel erreicht. Der Stress wird kommen, aber ihr Kind viel später treffen. Wenn ihr Sohn oder ihre Tochter nach Hause kommt, sorgen Sie dafür, dass der Stress wieder geht. Gefährlich wird es nur, wenn er bleibt.

Mehr Bewegung!

Die Schüler bewegen sich nicht mehr genug. Mit dem Sitzen in der Schule fängt es an. Zuhause werden die Schularbeiten im Sitzen durchgeführt, bevor am eigenen PC der schulische Alltag hinter sich gelassen werden kann. In Aktion gebracht wird der Körper meist nur noch von denen, die sich sportlich in Vereinen betätigen. Die digitale Revolution hat bereits ihr Eigenes dazu getan: Sie hat uns die Notwendigkeit zur Mobilität genommen. So ermöglicht das Smartphone oder Tablet, das als Träger meiner digitalen Identität für mich im Internet unterwegs ist, volle Bewegungsfreiheit, ohne dass ich mehr machen muss, als zwei Finger zu bewegen.

Nur noch 17% der befragten Schüler und Schülerinnen betätigen sich körperlich, sind sportlich aktiv und stärken so ihre physische Gesundheit.  Das bedeutet aber, dass 83% sich nicht mehr ausreichend bewegen. Auf sie sollte besonders geachtet werden. Die Studie empfiehlt abschließend, das Fach Gesundheit einzuführen: “Die Schüler können komplexe Matheaufgaben lösen und fließend Englisch sprechen, wissen aber nicht, wie schädlich Zucker und langes Sitzen sind.“

Dies sehen wir als Institut „die hauslehrer“ auch so. Dennoch sollte die Gesundheit zu Hause anfangen und nicht erst in der Schule! 

Machen Sie den Test: Wie gesund ernährt sich ihr Kind wirklich?

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Bewegung macht schlau https://www.hauslehrer.de/blog/bewegung-macht-schlau/ Sun, 03 Sep 2017 13:00:29 +0000 https://www.hauslehrer.de/?p=5780 „Mens sana in corpore sano“ ist eine lateinische Redewendung aus dem Fundus des antiken Dichters Juvenal, die viele kennen als: „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.“ Im Urtext meinte Juwenal in seinen Satiren wohl eigentlich: „Beten sollte man darum, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper sei.“. Nichtsdestotrotz. Die moderne Abwandlung von […]

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„Mens sana in corpore sano“ ist eine lateinische Redewendung aus dem Fundus des antiken Dichters Juvenal, die viele kennen als: „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.“ Im Urtext meinte Juwenal in seinen Satiren wohl eigentlich: „Beten sollte man darum, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper sei.“.

Nichtsdestotrotz. Die moderne Abwandlung von Juwenals Ausspruch hat ihre Daseinsberechtigung. In einem bei www.welt.de im Jahr 2009 erschienenen Beitrag zum Thema zieht der Autor Rolf H. Latusseck das Fazit: „In einem gesunden Körper wohnt doch ein gesunder Geist“ und bezieht sich dabei auf eine Studie, die einen klaren Zusammenhang zwischen gesteigerter körperlicher Fitness und gesteigertem geistigem Potenzial herstellt.

Gesteigerte körperlicher Fitness meint hier vor allem die Steigerung der Lungen- und Herzkapazität (im Allgemeinen auch als Ausdauerfähigkeit bekannt), um die Sauerstoffaufnahmekapazität und in Folge die Sauerstoffversorgung zu steigern.

Kurz gesagt: Bewegung macht schlau

Die Kommissionen „Gesundheit“ und „Sport und Raum“ der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (DVS) stellten am 22./23. September 2016 die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ vor.

„Grundschulkinder (6 bis 11 Jahre) und Jugendliche (12 bis 18 Jahre) sollen eine tägliche Bewegungszeit von 90 Minuten und mehr in moderater bis hoher Intensität erreichen. 60 Minuten davon können durch Alltagsaktivitäten, wie z. B. mindestens 12000 Schritte/Tag, absolviert werden.“ [Quelle: in-form.de]

Diese Eckpunkte gelten als unterste Grenze und sind als Empfehlung für einen Mindeststandard anzusehen. Bewegung soll allen Kindern und Jugendlichen altersgerecht ermöglicht werden und auch die spezifischen Bedürfnisse und Vorlieben berücksichtigen.

Zur Bewegung zählen dabei nicht nur Aktivitäten des Schulsportes oder im Verein, sondern ebenso alle Bewegungsformen, welche mindestens zehn Minuten am Stück andauern.

Auf der offiziellen Webseite des österreichischen Gesundheitsministeriums wird das Ganze nochmals spezifiziert. Um die Gesundheit nachhaltig zu fördern sollten Kinder und Jugendliche:

  1. jeden Tag insgesamt mindestens 60 Minuten mit zumindest mittlerer Intensität körperlich aktiv sein;
  2. an mindestens drei Tagen der Woche muskelkräftigende und knochenstärkende Bewegungsformen durchführen;
  3. zusätzlich Aktivitäten ausführen, die die Koordination verbessern und die Beweglichkeit erhalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass bewusstes Bewegen und gezielte sportliche Betätigung Stress abbauen helfen. Viele kennen die Redewendung: „Ich gehe mal vor die Tür, um den Kopf frei zu bekommen.“. Meistens reicht ein kleiner Spaziergang oder eine Runde Fahrrad fahren durch das Wohngebiet aus, um herunterzukommen und sich wieder besser konzentrieren zu können.

Kurz gesagt: Bewegung macht ausgeglichener und fördert die Konzentrationsfähigkeit

Nicht zuletzt ist Bewegung eigentlich ein natürlicher Drang des Menschen und dient auch der körperlichen Entwicklung. Gerade im Kindesalter ist Bewegung darauf ausgelegt, bestimmte motorische Fähigkeiten zu entwickeln. Herumzutollen, Spielen und umher zu flitzen ist kindgerechtes und vor allem normales Verhalten, das die körperliche aber vor allem auch die motorische Entwicklung positiv beeinflusst.
Besonders in den jungen Jahren bis zur Beginn der Pubertät ist es für die motorische Ausbildung förderlich, wenn Kinder spielerisch ihre Motorik trainieren. Neben guten Angeboten örtlicher Sportvereine sind Freizeitaktivitäten wie Wippen, Klettern, Schaukeln oder Balanceübungen auf dem Spielplatz ebenso förderlich wie das Balgen mit Geschwistern und Freunden, Herumrennen oder Ballspiele.

Kurz gesagt: Bewegung fördert die allgemeine körperliche Entwicklung

  1. Sport im Verein

Wer Sport in einem Verein treibt, macht dies meist regelmäßig und auch unter fachlicher Anleitung. Der sportlichen und gesundheitlichen Entwicklung wird dadurch der Weg geebnet.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt ist ein wichtiger Vorteil, dass Vereinssportler auf sozialer und emotionaler Ebene meist besser abschneiden als andere. Sie können sich schneller in eine andere Person einfühlen, sind mitfühlender, kommunikativer und suchen eher die gewaltfreie Konfliktlösung.

Auch weitere Kompetenzen wie zum Beispiel Entscheidungsfreude, Konsequenzdenken, Empathie und Teamfähigkeit werden durch Vereinssport deutlich gestärkt. Kinder und Jugendliche, welche regelmäßig in einem Verein Sport treiben, kommen im Alltag und besonders im Schulleben häufig besser zurecht.

  1. Den Tag aktiv gestalten

Auch wenn ein straffer Zeitplan den Tagesablauf bestimmt, es gibt immer Möglichkeiten, den Tag durch kleine Veränderungen aktiver zu gestalten. Ziel ist es, außerhalb von Sport und aktivem Spiel pro Tag ein bisschen mehr Bewegung zu haben.

Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Schule erreichen kann, sollte auf Schulbus oder die Eltern als Chauffeur verzichten. Auch das Nutzen des Schulbusses ist in der Regel mit mehr Bewegung verbunden, als direkt vor dem Haus ins Auto der Eltern ein- und vor dem Schultor wieder auszusteigen.

Die Schulpausen sollten nicht im Klassenzimmer verbracht werden. Wann immer möglich den Schulhof nutzen, um sich etwas zu bewegen.

Freizeitaktivitäten können in einen aktiven Tagesablauf eingebunden werden. Sich draußen mit Freunden treffen, Schwimmbad im Sommer, mit der Familie shoppen gehen, Tierpark, Aktivspielplätze und vieles mehr. 

  1. Sitzen vermeiden

Eine Stunde Bewegung wiegt acht Stunden Sitzen auf!

Stundenlanges Sitzen schadet – ist aber für viele Schüler unvermeidbar. Neueste wissenschaftliche Erkenntnis zeigen jedoch, dass mit einer Stunde bewusster aktiver Bewegung die negativen Effekte ausgeglichen werden können.

Wer auch Sitzen aktiver gestalten will, kann zu Hause auf spezielle Sitzmöbel wie Ballhocker, Gymnastikball oder Pendelhocker zurückgreifen.

Am besten ist es natürlich, wo immer möglich langes Sitzen zu vermeiden.

  1. Bewegungskiller PC, Internet, Smartphone und Co.

Computer und Smartphones sind „Bewegungs-Killer“. Leicht vergessen Kinder und Jugendliche die Zeit, wenn sie am Computer oder Smartphone spielen, chatten oder Videos anschauen.

Experten empfehlen, dass Kinder im Vorschulalter höchstens eine halbe Stunde pro Tag am Computer sitzen sollen, Kinder bis 9 Jahre nicht länger als eine Stunde, und Ältere maximal 90 Minuten. Diese Zeit bezieht sich auf „Freizeit am PC“.

Gerade ältere Schüler und Schülerinnen benötigen zusätzlich Zeit für Internetrecherchen, Hausaufgaben oder Hausarbeiten, welche mit Hilfe des Computers gemacht werden müssen. Diese Zeiten für „Arbeiten am PC“ sind der Empfehlung hinzuzurechnen.

Ebenso verhält es sich mit Fernseher und DVD-Player. Häufig nutzen Kinder und Jugendliche mit regulierter Computerzeit diese Möglichkeit, um sich ihre freie Zeit zu „vertreiben“.

Eltern sollten daher eine Gesamtzeitgrenze für Fernsehen, DVD, PC, Smartphone etc. festlegen.

Als allgemeine Faustregel für die Medienzeit als Freizeitaktivität gilt als empfohlener Konsum:

  • 0-2 Jahre gar keine Medien
  • 3-5 Jahre maximal 30 Minuten
  • 6-9 Jahre maximal 60 Minuten
  • 10-13 Jahre maximal 90 Minuten

[Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Stand Mai 2016]:

  1. Freizeitaktivitäten mit der Familie

Obwohl die Tages- und Wochenpläne der einzelnen Familienmitglieder sehr unterschiedlich sind, sollte Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten fester Bestandteil des Wochenrhythmus sein. Es ist schwierig, immer alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Hier ist Fingerspitzengefühl der Eltern gefragt. Bei Freizeitaktivitäten gibt es natürlich auch eine inoffizielle TOP 10 Liste bei Kindern und Jugendlichen. Zu den beliebteren Dingen, welche mit Bewegung einhergehen, gehören hier unter anderem:

  • Schwimmbadbesuche
  • Radtouren
  • Tierparkbesuche
  • Adventures (Hochseilgarten, Erlebnispfad, …)
  • Shoppen
  • Wassertouren (Tretboot, Kanu, …)

Kinder sollen und müssen sich viel bewegen

Kinder sollen und müssen sich viel bewegen – um ihre körperlichen Möglichkeiten und auch geistigen Fähigkeiten entsprechend ihrem Potenzial entwickeln zu können.

Den Alltag etwas aktiver zu gestalten ist meist einfacher, als man denkt. Natürlich gehört etwas Disziplin dazu und man muss auch erst einmal den Anfang machen.

Eltern können und sollten dabei eine Vorbildrolle einnehmen und ihre Kinder zu körperlicher Bewegung immer wieder motivieren.

 

Von Andre Wiesener, unserem Konrektor für Nachhilfe in Koblenz.

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