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Lernhilfe

Die Fähigkeit zu lernen, ob mit oder ohen Lernhilfe, ist für jeden Menschen eine Grundvoraussetzung des Lebens. Wir brauchen sie dringend, um uns an die Umwelt und neue Situationen anzupassen, sie ist nichts weniger als überlebensnotwendig für jedes Individuum. Lernpsychologisch wird unter Lernen ein „Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses (verarbeiteter Wahrnehmung der Umwelt oder Bewusstwerdung eigener Regungen)“ verstanden.1 Aufgrund dieser Definition ist leicht einzusehen, warum die Annahme, das Lernen sei hilfebedürftig oder auch nur im engeren Sinne für die „Zuleitung“ äußerer Hilfe zugänglich, nicht nur falsch, sondern auf gefährliche Weise irreführend ist.

Es gilt, was der Wiener Lernpsychologe Sebastian Leitner bereits 1972 über die pädagogische Begrenzung der Möglichkeiten des Lehrens vom Lernen gesagt hat: „Gerade darin liegt der Denkfehler, der so viele Menschen lernunfähig macht: daß sie glauben, vom Lehrer lernen zu können. Vom Lehrer lernt man, unter den herrschenden Umständen, nur verschwindend wenig, man wird bestenfalls von ihm belehrt. Auch die vortrefflichsten Lehr-Methoden dürfen mit dem eigentlichen Lernen nicht verwechselt werden. Selbst der fähigste Lehrer kann das Material, das da gelernt werden soll, nur herzeigen, darstellen, präsentieren.“2

Risiken und Nebenwirkungen von Lernhilfen

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie Fahrradfahren, Schwimmen oder Schlittschuhlaufen gelernt haben?… Vielleicht hatte Ihr Fahrrad zuerst Stützräder, vielleicht hat eine helfende Hand Sie bei den ersten, ungeschickten Versuchen gehalten, vielleicht haben Sie bei der Aktion auch einen Schneidezahn opfern oder erstmal kräftig Wasser schlucken müssen. Wie auch immer Sie aber dazu kamen – wirklich gelernt haben Sie es ausschließlich alleine und erst, als keine Stütze mehr da war, und Sie das Fahrrad, wackelnd und schlingernd, selbst steuerten, sich über Wasser hielten oder frei über das Eis glitten!

Wird unter dem Begriff „Lernhilfe“ ein äußeres Hilfsmittel in Analogie zur „Gehhilfe“ (also eine Art „Krückstock“ zum Lernen) verstanden, muss die oben gestellte Definitionsfrage also eindeutig abschlägig beantwortet werden: Ein Lernen, das solcherlei Hilfen bedarf, ist per se kein Lernen, sondern ein fortgesetzter Abhängigkeitsprozess mit tätiger Beihilfe des Lehrers. Echtes Lernen heißt dagegen, sich in einer verändernden Umgebung zurechtzufinden, den eigenen Horizont zu erweitern, Gefahren und Herausforderungen zu bestehen, die eigenen Gefühle, Regungen und Haltungen dem Gelernten anzupassen.

Lernhilfe für Englisch

Natürlich sollte jede lehrende Person – ob Eltern, Lehrer, Trainer, Coach oder Therapeut – sich Gedanken darüber machen, welche Lernmaterialien sinnvollerweise bereitgestellt und dem jeweiligen Lernziel angemessen sind, welche Unterrichtsmethoden der Persönlichkeit , dem Leistungsstand und der Entwicklung der lernenden Person entsprechen, welche Lerninhalte den Interessen des Lernenden entgegenkommen, welche Umgebung die beste für’s Lernen ist usw. Doch niemals darf der Lehrer in die Versuchung kommen, dem Lerner eine Krücke sein zu wollen, ohne die für ihn ein Fortkommen aus eigener Kraft, eine Veränderung des Verhaltens aus eigener Einsicht und aufgrund eigener Gefühle nicht mehr möglich ist.

Um das Schulfach Englisch zu lernen, braucht es dem beschriebenen, lernpsychologischen Ansatz zufolge zweierlei: Erstens eine brauchbare, nachvollziehbare Anleitung, wie bspw. Vokabeln, grammatikalische, lauthafte und orthographische Regeln sinnvoll gelernt werden und zu eigenen Zwecken eingesetzt werden können (Regelhinweise). Zweitens produktive Verweise darauf, wie sich das Lernen dieser Fremdsprache von den bereits gelernten Inhalten der eigenen Muttersprache oder einer anderen Fremdsprache unterscheidet bzw. mit ihnen verschränken lässt (vergleichendes bzw. differenzierendes Lernen und die Aktivierung von „Transferwissen“).

Tipps und Tricks als Lernhilfe

  • Widerstehen Sie dem Gedanken, dass Ihr Kind eine Lernhilfe „braucht“. Was ihm tatsächlich hilft und was es tatsächlich braucht, hat nichts mit seiner inneren Bedürftigkeit oder einem verborgenen Mangel zu tun, sondern nur damit, wer das Lernen zu „aktivieren“ versteht. Der Helfer ist die Hilfe!
  • Lernprozesse brauchen Führung! So wenig wie es hilft, lediglich einen Materialkoffer auszukippen, so sehr sind Lernende darauf angewiesen, im sinnvollen und effektiven Umgang mit Materialien geschult zu werden.
  • Überforderung und falsche (Aufmerksamkeits-, Zeit- und Ressourcen-)Einteilung sind die größten Feinde effektiven Lernens. Was dagegen hilft, sind klare, unmissverständliche Vorgaben durch den Lehrer mit Angabe des aktuellen Lernziels und das „portionierte Lernen“.

Lernhilfe für Deutsch

Ähnliches gilt ab einem gewissen Niveau auch für das Erlernen der eigenen Muttersprache bzw. für das Lernen für das Schlufach Deutsch, genauer gesagt für den Nachvollzug der Anforderungen, die in den Schulen schon ab der 1. Klasse von den Lehrern an das grammatikalische, semantische und hermeneutische Deutsch-Verständnis der Schüler gestellt werden. Die Kinder müssen nicht nur fehlerfrei schreiben lernen, sondern im Zuge von Gedichtinterpretationen, Gegenstands- und Personenbeschreibungen, von sprachlichen Analysen und Führen von Argumentationen lernen, welcher Ausdruck einem bestimmten Gedanken angemessen ist.

Dies ist durch das hämmernde Einpauken vorgestanzter Verständnis-„Schablonen“ jedoch nicht zu erreichen; vielmehr lernt jeder Schüler von der außerordentlichen Vielfalt und Sprachmacht des Deutschen am meisten, wenn ihm das eigene Erleben im Gebrauch der Sprache „aufgeht“ und ihm die Texte etwas „sagen“, was er für die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit brauchen und umsetzen kann. Auf diesem Wege übt er, sich der Sprache zu bedienen, anstatt sie „nur“ zu lernen.

Lernhilfen bei „die hauslehrer“

Das Institut „die hauslehrer“ arbeitet mit der Konzeption von Lernplänen, mit Zeitmanagement- sowie mit diagnostischen Instrumenten zur Lernstanderhebung wie etwa Rechtschreibtests und Programmen zur Verbesserung der sprachlichen Kompetenz. Seine wichtigsten Lernhilfen sind jedoch die Lehrkräfte selbst, die vor Aufnahme ihrer Tätigkeit einer umfassenden Schulung unterzogen und im Verlauf ihrer Tätigkeit ständig supervisiert und fachlich begleitet werden.

Verweise

1: Siehe den Wikipedia-Eintrag „Lernen“ unter https://de.wikipedia.org/wiki/Lernen, zuletzt aufgerufen am 16.12.2015.

2: Vgl. Leitner, Sebastian: „So lernt man lernen“; 18. Auflage; Freiburg, Basel, Wien: Herder Verlag; S. 19.

3: Die neuesten Erkenntnisse der Bildungsforschung weisen eindeutig in diese Richtung, dass nur solche Lernprozesse einen nachweisbaren, nachhaltigen Effekt haben, die von außen gesteuert und unmittelbar für alle Beteiligten sichtbar werden („visible learning“). Vgl. dazu die Studie des neuseeländischen Bildungsforschers John Hattie, nachlesbar bspw. unter http://www.zeit.de/2013/02/Paedagogik-John-Hattie-Visible-Learning (zuletzt abgerufen am 16.01.2016).