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Unser Karteilernsystem (KLS) – eine der besten Lerntechniken überhaupt

Auch wenn schlechte Noten vielseitige Ursachen haben, so findet man in der Regel doch eine Konstante, die unabhängig von der individuellen Schülersituation starken Einfluss ausübt – die Lerntechnik.
Viele – um nicht zu sagen, die allermeisten – Schüler und Studenten wenden überhaupt kein Lernsystem an. Man hat sich halt irgendwie immer durchgewurstelt und je nachdem eine Woche oder nur einen Tag vor der Klausur alles einmal angeschaut oder versucht, schnell noch alles auswendig zu lernen. Man spricht hier auch von „massiertem Lernen“, da man eine Masse von Inhalten in kurzer Zeit lernt. Dass dies nicht das Gelbe vom Ei ist, haben die allermeisten Schüler in Form von schlecht ausgefallenen Arbeiten schmerzlich erfahren müssen. Jedoch, zum Teil aus Unwissenheit und zum Teil aus Faulheit, ändern die meisten nichts an ihrem Lernverhalten. Wo sollten sie auch von effizienten Lernmethoden erfahren? In der Schule wird vielleicht mal eine halbe Schulstunde geopfert, um dieses eigentlich essentielle Thema anzusprechen und das auch nur von wenigen Lehrern. Darüber hinaus sind die Tipps, die dann weitergegeben werden, eher persönliche Erfahrungswerte als wissenschaftlich evidentes Wissen. Man kann hier keinem Lehrer einen Vorwurf machen, da viele im Studium zu diesem Thema nichts erfahren. Außerdem wurden gute Metastudien, die die bisherigen Erkenntnisse strukturiert zusammenfassen, erst ab den 2000er Jahren veröffentlicht. Diese sprechen allerdings eine eindeutige Sprache und bestätigen die Grundlagen unseres Karteilernsystems als besonders effizient. Tatsächlich gibt es wohl kein zeitökonomischeres, effektiveres und einfacheres Lernsystem, welches auf ein langfristiges Behalten von Wissen ausgelegt ist.

Wissenschaftliche Evidenz für unser Karteilernsystem

Unterschiedliche Metastudien heben die besondere Bedeutung von zwei Lernstrategien hervor. Das „practice testing“ sowie das „distributed practice“. Beide Lernstrategien stellen nach heutigem Forschungsstand die effektivsten Lerntechniken dar, um langfristig Wissen zu behalten (Dunlosky et al. 2013; Pashler et al. 2007). Innerhalb unseres Karteilernsystems besitzen beide Techniken fundamentale Funktionen. Darüber hinaus kommt eine dritte Lernmethode in unserem Karteilernsystem zum Einsatz, das „breaking the illusion of knowing“, wofür ebenfalls Evidenzen gefunden werden konnten (Pashler et al. 2007).

„practice testing“

Mit „practice testing“ – „übe Testen“ – ist gemeint, dass Inhalte dann besonders gut im Gedächtnis erhalten bleiben, wenn man sich testen lässt. Wie in einer ganz normalen Klausur werden hierbei Fragen gestellt und die Antwort muss aus dem Gedächtnis abgerufen werden. Der Testeffekt ist keine sonderlich neue Lerntechnik. Bereits vor über 100 Jahren konnte man die positive Wirkung dieser Lernstrategie auf unsere Erinnerungsleistung feststellen. Seitdem wurden mehrere hundert Untersuchungen durchgeführt mit einer mehrere tausend Probanden umfassenden Gesamtstichprobe. Tatsächlich ist die Zahl der Untersuchungen so groß, dass die Metastudie von Dunlosky et al. 2013 sich auf die Veröffentlichungen zwischen 2003 und 2013 beschränkt hat, welche insgesamt 120 Studien gewesen sind, die ganz eindeutig beweisen: Möchte man einen Wissensinhalt möglichst gut und schnell lernen, muss man sich testen.

„distributed practice“

Die zweite Lerntechnik, die innerhalb unseres Karteilernsystems zum Einsatz kommt, lautet „distributed practice“ – „verteiltes Lernen“. Der besonders langfristig wirkende Effekt dieser Lernstrategie, die als Gegenentwurf zum massierten Lernen zu betrachten ist, konnte in über 250 Studien mit einer Gesamtstichprobe von 14.000 Probanden nachgewiesen werden (Dunlosky et al. 2013). Beim „distributed practice“ wiederholt man Lerninhalte nach einem gewissen zeitlichen Intervall. Da man sich den Lerninhalt nach jeder Wiederholung länger merken kann, führt hier eine Vergrößerung des Lernintervalls nach jeder Wiederholung zu einer immer größer werdenden Merkdauer. Besonders das Wissen, welches in der Schule vermittelt werden soll, besitzt über das gesamte Leben hinweg große Relevanz. Daher ist langfristiges Behalten besonders in der Schule wichtig.

„breaking the illusion of knowing“

Viele Schüler glauben, sich umfassend für eine Arbeit vorbereitet zu haben und alle Lerninhalte beherrschen zu können. Oftmals jedoch liegen sie mit dieser Einschätzung falsch, sie sind der Illusion, alles zu wissen, erlegen. Diese Illusion zu „brechen“, darauf zielt das „breaking the illusion of knowing“ – „Brechen der Illusion, zu wissen“ – ab. Auch diese Lernstrategie wird in unserem Karteilernsystem eingesetzt. In der Metastudie von Pashler et al. 2007 konnten Evidenzen für diese Lernstrategie gefunden werden. Das Ziel hierbei ist, dass Anwendern ermöglicht wird, zwischen bereits beherrschtem und noch defizitbehaftetem Wissen zu unterscheiden. Dem Lernenden wird es also ermöglicht, festzustellen, was sollte er vor der Klausur noch einmal durchgehen und was kann er sicher. Somit „bricht“ man gewissermaßen die Illusion, dass man den gesamten Lernstoff bereits beherrscht.

Umsetzung innerhalb unseres Karteilernsystems

  • „practice testing“

Damit der Testeffekt zum Tragen kommen kann, muss Wissen frei aus dem Gedächtnis abgerufen werden. Eine Art der Aufforderung, wie z.B. eine Frage zu beantworten oder eine fremdsprachige Vokabel auf Deutsch wiederzugeben, bedeutet für den Lernenden, einen bestimmten Inhalt abzurufen und wiederzugeben. Umgesetzt wird dies im Karteilernsystem, indem auf einer Seite der Karteikarte diese Aufforderung festgehalten wird und auf der anderen die wiederzugebende Antwort. Ohne die Rückseite anzusehen, versucht der Schüler also, sich an die Antwort zu erinnern. Erst danach wird die Karteikarte umgedreht und man vergleicht das Abgerufene mit der aufgeschriebenen Lösung. Hat man die Frage auf der Karteikarte korrekt beantwortet, wird diese erst einmal zur Seite gelegt und man versucht sich an der nächsten Karteikarte. Konnte man sich jedoch nicht vollständig oder nur falsch an den Inhalt der Karte erinnern, so muss diese mit einem gewissen zeitlichen Abstand (5 min.) wiederholt werden.
Letztendlich wird eine Klausursituation simuliert, nur dass die Aufgaben getrennt (eine pro Karteikarte) dargeboten werden. Es bleibt jedoch dabei, dass man Wissen, ohne Hilfe, korrekt erinnern und angeben muss.

  • „distributed practice“

Wie bereits beschrieben, geht es beim verteilten Lernen darum, dass Lerninhalte nach bestimmten, größer werdenden Zeitintervallen wiederholt werden müssen. Bei unserem Karteilernsystem wird dies umgesetzt, indem die Karteikarten nach erfolgreichem Testen in bestimmte Rubriken eingeordnet werden, die das Wiederholen der Karteikarte zum festen Datum sicherstellen. Die Intervalle nach jedem erfolgreichen Test vergrößern sich hierbei. Jeden Tag werden Karteikarten neu beschrieben, gelernt und in das Lernsystem integriert. Letztendlich soll das gesamte Wissen, dass für die Klausur gelernt werden soll, jeden Tag Stück für Stück erlernt werden. Dieses häppchenartige Lernen neuer Inhalte stellt sicher, dass der Tagesaufwand klein bleibt. Jeder Schüler wird wohl zustimmen, dass fünf neue Englischvokabeln schnell gelernt sind, es sind schließlich nicht viele. Wenn man allerdings jeden Tag fünf neue Englischvokabeln lernt, so beherrscht man am Ende der Woche 35 neue Vokabeln, am Ende des Monats 150 neue Vokabeln und am Ende eines Jahres (abzüglich der Sommerferien) 1570 Vokabeln. Eine beeindruckend große Zahl. Trotz geringem Aufwand ermöglicht unser Karteilernsystem, enorme Mengen an Wissen zu erlernen und langfristig zu behalten.

  • „breaking the illusion of knowing“

Das eigene Wissen auf Lücken zu überprüfen wird in unserem Karteilernsystem umgesetzt, indem jede Karteikarte, die nicht“ gewusst“ wurde, wieder in die erste Rubrik mit dem kürzesten Wiederholungsintervall eingeordnet wird. Da alle Lerninhalte im Karteilernsystem vertreten sind, wird so ständig geprüft, wo Lücken vorliegen und falls eine Lücke erkannt werden konnte, wird diese sofort gefüllt.

 

Fazit

„Mit geringem Aufwand zum Erfolg“ versprechen viele Institute und stellen Lerntechniken vor, für die oftmals keine oder nur wenige wissenschaftliche Belege existieren. Da für uns qualitativ hochwertige Lerntechniken oberste Priorität haben, versuchen wir stets, unsere Lehrmethoden mit aktuellsten Forschungsbefunden abzustimmen. Mit unserem Karteilernsystem besitzen wir ein Lerninstrument, dessen Wirksamkeit und Effizienz durch eine starke wissenschaftliche Evidenz gestützt wird. Natürlich – ohne Aufwand ist Erfolg nicht erreichbar, das gilt auch für unsere Lerntechniken, aber wir haben ein Mittel konstruiert, welches den Lernaufwand tatsächlich so stark reduziert wie wohl kein zweites.


Literaturverzeichnis

Dunlosky, John; Rawson, Katherine A.; Marsh, Elizabeth J.; Nathan, Mitchell J.; Willingham, Daniel T. (2013): Improving Students‘ Learning With Effective Learning Techniques: Promising Directions From Cognitive and Educational Psychology. In: Psychological science in the public interest : a journal of the American Psychological Society 14 (1), S. 4–58. DOI: 10.1177/1529100612453266.

Pashler et al. (2007): Organizing Instruction and Study  to Improve Student Learning. A Practice Guide. Online verfügbar unter https://www.google.de/search?q=pashler+evidence+based+learning&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b-ab&gfe_rd=cr&ei=eMFbWZa-E6qt8wfxpL2IAQ#q=http://ies.ed.gov/ncee/wwc/pdf/practiceguides/20072004.pdf, zuletzt geprüft am 13.07.2017.