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Matheschwäche

Der Begriff Matheschwäche hat in der Auslegung und Bedeutung eine sehr große Bandbreite. So ist er im wissenschaftlichen Sinn erst seit relativ kurzer Zeit als Rechenschwäche oder Dyskalkulie Gegenstand der Forschung. Dort wird er auch als „Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten“ im Unterpunkt „Rechenstörung“ in den ICD-10 Kriterien (Dilling/Mombou/Schmidt (Hrsg.) ICD-10, Verlag H.Huber) benannt.

Nun hat nicht gleich jeder Schüler, der eine „schlechte“ Mathematiknote mit nach Hause bringt, tatsächliche auch eine Matheschwäche. Es spielen, wie bei den meisten Ereignissen des Lebens, viele Komponenten mit. So sind der Entwicklungsstand, das Lernverhalten (auch gegenüber der Lehrkraft), der außerschulische Umgang mit Mathematik und die Herangehensweise daran von fundamentaler Bedeutung.

Was kann den Verdacht erregen, dass eine Matheschwäche vorliegt

Wenn einige der nachfolgenden Punkte ausgeprägt sind, sollte man sich Hilfe holen:

  • Zahlenfolgen werden nicht erkannt
  • Zehner- und Hunderterübergänge werden nicht berücksichtigt
  • Mengen können nicht erfasst werden
  • Begriffe, wie keine, einige, alle, halb, doppelt, weniger, usw. werden nicht richtig eingeordnet
  • die Grundrechenarten „sitzen“ nicht
  • Sachinhalte können nicht zugeordnet werden
  • Uhrzeiten werden „verwechselt“
  • Subtraktion und Addition sind “gleich“
  • Auf- oder Abrunden gelingt nicht
  • Kopfrechnen ist kaum möglich

Im Grundschulbereich ist das eine oder andere oft noch nicht sicher gefestigt, doch wird gerade hier die Basis für den weiteren Umgang mit der Mathematik gelegt – oder eben nicht.

Leider wird zunehmend im schulischen Bereich das Üben des Kopfrechnens vernachlässigt in der irrigen Annahme, man muss doch gerade schon den „Kleinen“ den Umgang mit technischen Hilfen wie dem Taschenrechner ermöglichen. Oder es wird gar internetbasierte Rechensoftware auf den entsprechenden Geräten eingesetzt. Obwohl auch die neuesten, wissenschaftlich fundierten Studien eindeutige Ergebnisse zeigen, dass dies zu einer signifikanten Verschlechterung der Rechenkompetenz führt, lösen schon die Grundschüler ihre Aufgaben mit dem Smartphone und nicht mehr selbst.

Auch zeigt die flächendeckende Einführung von graphischen Taschenrechnern in der schulischen Oberstufe keine Verbesserung des mathematischen Verständnisses – im Gegenteil. Dies wird sehr deutlich in den Klagen der Universitäten über die eklatanten Lücken der Studienanfänger im mathematischen Bereich.

Was können wir also tun?

Zuerst sollten wir uns von der nicht hilfreichen Auffassung verabschieden, es gäbe halt einen Unterschied zwischen den sprachbegabten und naturwissenschaftlich begabten Kindern. Gerade bei Mathematik nützt uns das überhaupt nichts!

Lassen Sie sich doch einmal beweisen, warum 1+1=2 sei. Wie? Geht halt nicht! Denn das ist eine „Vereinbarung“! Das muss man halt auswendig lernen. Genauso, wie man in der Rechtschreibung nicht hört, dass das Wort „Fuchs“ so und nicht „f u x“ geschrieben wird. Am „Kleinen 1×1“ gibt es nichts zu verstehen, das muss auswendig gelernt werden.

Also – machen sie ihrem Kind Mut!

Unterstützen sie es, anstatt nur auf die Noten zu schauen!

Lernen mit Freude

Das geht doch bei Mathematik so gut wie gar nicht? Oh doch! Wir wissen alle aus Erfahrung, dass z. B. das Anfertigen der Hausaufgaben und die Kontrolle derselben durch die Eltern oft nicht so ganz in einer harmonischen Atmosphäre stattfinden.

Alltagsstress, berufliche Anforderungen oder auch die nicht immer so „prickelnden“ Themenbereiche in der Schule, lassen das Lernen oftmals schwerer werden als nötig.

Eine außerhalb dieses ganzen Systems stehende Fachkraft – wie der pädagogisch versierte Hauslehrer – kann da richtig gut helfen. Regelmäßiges Beschäftigen mit den Lernthemen, der spielerische Einbau von Mathematik auch in den Alltag und eine strukturierende Lernsituation zu schaffen, wird durch den Hauslehrer oft viel einfacher möglich gemacht.

Viele Einflüsse wie Klassenstärke in den Schulen, das kurzfristige „Büffeln“ für die nächste Klassenarbeit, die Angst vor der schlechten Note oder gar Gefährdung der Versetzung und auch meist das Nichterkennen der Sinnhaftigkeit des zu Erlernenden, lassen einige Schüler und letztendlich auch die Eltern verzweifeln und scheitern.

Mit Zeit, Geduld, Einfühlungsvermögen und vielen, möglichst interessanten und lebensnahen Beispielen aus dem Bereich der Mathematik lässt sich doch so mancher feststeckende „Mathekarren“ wieder flottmachen.

Ein kleines Beispiel:
Stellen sie folgende (Scherz)-Frage, nachdem sie die Anweisung gegeben haben „ganz genau zuhören“:
Stell dir vor – auf einem Geburtstagskuchen brennen acht Kerzen. Ich puste drei davon aus. Wie viele bleiben übrig?
Die „richtige“ Antwort lautet nicht fünf (das wären die Kerzen, die noch brennen), sondern drei!

Warum?
Die Frage war: Wie viele bleiben übrig?
Die fünf brennenden Kerzen sind ja nach dem Abbrennen „weg“! Es können also nur drei „übrig“ bleiben!
So kann Mathematikunterricht auch ein wenig fröhlicher werden.

Verweise

Dilling/Mombou/Schmidt (Hrsg.) ICD-10, Verlag H.Huber