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Hochbegabung

Mit „hochbegabt“ werden Menschen bezeichnet, die bei anerkannten IQ-Tests einen Wert über 130 erreichen. Im Marland-Report des Erziehungsministerium der USA wird Hochbegabung folgendermaßen beschrieben:

„Hochbegabte und talentierte Kinder sind jene von berufsmäßig qualifizierten Personen identifizierten Kinder, die aufgrund außergewöhnlicher Fähigkeiten hohe Leistungen zu erbringen vermögen.“ () „Bei der intellektuellen Begabung ist Hochbegabung als besonders hohe Ausprägung von Intelligenz, als herausragende Denk- und Problemlösungsfähigkeit anzusehen.“

Diese besonderen intellektuellen Fähigkeiten zeigen sich in der Regel über eine ausgeprägte Lernfähigkeit, eine schnelle Auffassungsgabe und überdurchschnittliche Gedächtnisleistungen. Während der Schulzeit sind hochbegabte Kinder anderen Schülern ihres Jahrgangs in ihrer geistigen Entwicklung meist weit voraus. Sie können sich sehr schnell neues Wissen und Strategien zur Problemlösung aneignen und dieses Wissen anschließend oft effektiv nutzen und auch auf andere Bereiche übertragen.

Die Intelligenzforschung differenziert dabei zwischen „hochbegabten“ (IQ über 130; ca. 2 % aller Menschen) und „überdurchschnittlich intelligent“ (IQ zwischen 115 und 130; etwa 15 %).

Das Potential eines besonders hohen Intelligenzquotienten alleine ist allerdings noch keine Garantie für außergewöhnliche Leistungen. Dazu bedarf es meist einer gezielten Förderung und spezieller Bedingungen. In vielen Fällen wird eine Hochbegabung sogar nicht einmal als solche erkannt, da das durchschnittliche Lerntempo und das „normale“ Lernpensum schulischen Unterrichts Hochbegabte oft langweilt, weshalb sie sich dann nicht aktiv am Unterricht beteiligen und sogar schlechte Noten bekommen.

Wie zeigt sich Hochbegabung?

Eine genaue Bestimmung des tatsächlichen IQ ist nur durch standardisierte Tests möglich. Allerdings gibt es typische Verhaltensmuster, die auf Hochbegabung hinweisen, die aber wiederum stark differieren auch nicht immer gegeben sind.

So kann es sein, dass hochbegabte Kinder extrem schnell laufen lernen oder sehr früh zu sprechen beginnen und über einen altersuntypischen Wortschatz verfügen. Auch kann es sein, dass sie nur wenig Schlaf benötigen.

Aufgrund ihrer stark ausgeprägten intellektuellen Fähigkeiten neigen Hochbegabte eher zu Diskussionen als zu praktischen Tätigkeiten. Sie sind oft neugierig und erforschen immer wieder neue Wissensgebiete oder Zusammenhänge, wobei ihre Interessen auch schnell wechseln können. Die schnelle Auffassungsgabe ermöglicht es zudem, verschiedene erarbeitete Wissensgebiete miteinander zu verknüpfen, Parallelen und Analogien herzustellen und Transferleistungen zu erbringen.

Die Interessensgebiete können naturgemäß variieren und die Konzentration bleibt bestehen, solange etwas noch als Herausforderung erlebt wird. Wiederholungen und Standards hingegen werden oft als langweilig erlebt und führen zu Unkonzentriertheit. Letztlich kann sich auch eine dauerhafte motorische Unruhe und Hyperaktivität einstellen.

Da sie neue Inhalte und Zusammenhänge meist sehr schnell und ohne größere Schwierigkeiten begreifen, sind Hochbegabte vielfach wenig motiviert, sich für etwas besonders anzustrengen, was in der Schule ebenfalls zu Leistungsdefiziten führen kann.

Im sozialen Bereich haben Hochbegabte nicht selten Schwierigkeiten, die einerseits darauf beruhen, dass sie nur selten für sie interessante Gesprächspartner finden oder den anderen eben zu anstrengend sind. Andererseits kann das ausgeprägte intellektuelle Potential auch dazu führen, dass emotionale Zusammenhänge intellektualisiert werden statt sie zu „erspüren“ und Empathie zu entwickeln.

Wichtig zu betonen ist jedoch, dass alle hier genannten Indizien vorkommen können, aber keinesfalls müssen. Sind einige dieser Verhaltensmuster jedoch zu beobachten, empfiehlt es sich, das Kind auf Hochbegabung testen zu lassen.

Tipps und Tricks bei Hochbegabung

  • Wenn Ihr Kind sich anders verhält als andere, Zusammenhänge sehr schnell erfasst und spezielle Interessen zeigt, lassen Sie es auf Hochbegabung testen.
  • Hochbegabung ist nicht nur ein Segen, anders zu sein als andere und Dinge schneller und tiefgreifender zu erfassen, sie kann auch eine starke Belastung darstellen und zu sozialer Isolation führen.
  • Hochbegabte Kinder brauchen eine gezielte und professionelle Förderung, die ihren Geist anregt und ihnen genug Herausforderungen bietet.
    Sprechen Sie mit den Lehrern und erläutern Sie ihnen die Besonderheiten der Hochbegabung, falls diese die Situation nicht einschätzen können.
  • Hochbegabung kann auch zu Minderleistungen führen, wenn diese nicht gezielt gefördert wird. Hochbegabte langweilen sich in der Schule oft, schalten dann ab und bekommen nicht mehr mit, wenn etwas Neues und Interessantes ansteht. Aufgrund ihrer schnellen Auffassungsgabe haben sie in vielen Fällen auch nicht gelernt, sich für etwas stark zu engagieren und intensiv zu lernen.
  • Achten Sie sehr darauf, wie Sie innerhalb der Familie mit der Hochbegabung Ihres Kindes umgehen. Jeder Vergleich zwischen Ihrem hochbegabten Kind und „normalen“ Geschwistern kann auf beiden Seiten zu Ängsten, Verletzungen o.ä. führen.

Hochbegabung ist nicht nur ein Segen

Triadischen Interdependenzmodell der Hochbegabung

Triadischen Interdependenzmodell der Hochbegabung

Hochbegabte Kinder haben es in der „normalen“ Welt oft schwer und brauchen für eine ihrer Begabung angemessene Entwicklung die Unterstützung ihres Umfeldes.

So kann sich eine außergewöhnliche intellektuelle Begabung nur dann positiv entwickeln, wenn die erblichen Anlagen erkannt und gezielt gefördert werden. Im hier abgebildeten „Triadischen Interdependenzmodell der Hochbegabung“ von Mönks, 1990 werden die Einflussfaktoren Familie, Peers und Schule in ihrem Zusammenwirken dargestellt.

Je nachdem ob und inwieweit die Hochbegabung erkannt, akzeptiert und gezielt gefördert wird, kann diese sich zu einer Bereicherung für die Gesellschaft oder auch zu einer ernsthaften Belastung für den Hochbegabten entwickeln.

Wird der Hochbegabte z.B. in seiner Altersgruppe abgelehnt und von gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen, weil er sich nicht für die üblichen Themen interessiert und die Gespräche wiederholt auf Bereiche lenkt, in denen die anderen nicht folgen können, führt dies häufig zu einem Außenseiterdasein, das letztlich auch psychische Störungen wie Depressionen verursachen kann.

 

Ähnliches gilt auch für das Elternhaus und die Schule. Nicht selten schalten hochbegabte Schüler im Unterricht einfach ab, wenn sie den Lernstoff bereits nach kurzer Zeit verstanden haben. Wenn dann etwas Neues kommt, bekommen sie das gar nicht mehr mit und bleiben mit ihren Leistungen und Noten sogar hinter dem Durchschnitt zurück.

Da normal begabte Menschen (Eltern und Lehrer) die Begabung selbst oft gar nicht erkennen und einschätzen können, passieren diese Unterforderungen nicht gerade selten. In einigen Fällen werden sogar Fehldiagnosen gestellt, wenn die Hochbegabung als solche nicht erkannt wird. So haben wir beispielsweise einen Fall erlebt, in dem einer Schülerin Legasthenie bescheinigt wurde. Sie machte auf einer DIN A4-Seite 100 Rechtschreibfehler. In der Zusammenarbeit mit ihr zeigte sich dann, dass die Fehlerzahl auf ein Minimum herabsank, wenn ihr beim Schreiben zusätzliche Denkaufgaben gestellt wurden. Da sie ihre eigenen Fehler zudem finden konnte, wiedersprach das der gestellten Diagnose, zumal Legastheniker ihre eigenen Fehler als solche gar nicht erkennen können.

Hochbegabte Menschen brauchen besondere Anforderungen. Die Annahme, dass die Hochbegabung sich auf jeden Fall auch alleine positiv entwickelt, ist definitiv falsch.

Hochbegabtenförderung mit „die hauslehrer”

  • Unsere Lehrer erkennen die Symptome von Hochbegabung und kennen die damit häufig verbundenen Probleme.
  • Wir beherrschen Strategien und Methoden zur gezielten Begabtenförderung.
  • „die hauslehrer” fördern Hochbegabte durch individuelle zusätzliche Aufgaben, die ihre besonderen Interessen und damit zugleich die Motivation zum Lernen fördern.
  • Im Einzelunterricht arbeiten wir mit hochbegabten Schülern auch an deren sozialen und integrativen Kompetenzen.